Fürsorge-Fusion

Wagenhausen und Steckborn spannen nun bei den Sozialen Diensten noch enger zusammen

Seit Jahresbeginn führt die Stadt Steckborn das Case-Management für die Gemeinde Wagenhausen durch. Bei den Sozialen Diensten arbeiten also an Untersee und Rhein mehrere Gemeinden zusammen.

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Wagenhausen ist bekannt für den Campingplatz direkt am Rheinufer.

Wagenhausen ist bekannt für den Campingplatz direkt am Rheinufer.

Bild: Andrea Stalder
(21. Dezember 2018)

(red) Immer wieder liest und hört man von ausstehenden Krankenkassenprämien. In der Schweiz gilt seit 1994 ein Krankenversicherungsobligatorium, sodass jede Bürgerin und jeder Bürger eine Grundversicherung bei einer Krankenkasse abschliessen muss. Dies dient als Basis für eine moderne und zuverlässige medizinische Grundversorgung, die gerade in der aktuellen Zeit wertvoller denn je ist.

Roland Tuchschmid, Gemeindepräsident Wagenhausen.

Roland Tuchschmid, Gemeindepräsident Wagenhausen.

Bild: PD

Leider gebe es aber immer wieder und vermehrt Personen, welche die Prämien nicht bezahlen. Dies löst nicht nur bei den Krankenkassen zusätzliche Aufwände aus, sondern auch bei den Gemeinden, wie einer Mitteilung aus der Verwaltung Wagenhausen zu lesen ist. Zum einen sei da die Belastung durch zusätzliche Arbeiten, zum anderen entstehe aber auch eine finanzielle Belastung. Und diese trage die Allgemeinheit mit.

So müsse sich also auch die Gemeinde Wagenhausen im Interesse ihrer Einwohnerinnen und Einwohner intensiv mit säumigen Prämienzahlern auseinandersetzen. Deshalb hat die Gemeinde am Ufer des Rheins nach eingehender Analyse und Gesprächen mit anderen Gemeinden entschieden, das Case-Management der Prämienausstände neu zu organisieren. Die zunehmende Anzahl der Fälle und auch die damit steigende Komplexität erforderten Massnahmen, heisst es weiter.

Neue 30-Prozent-Stelle ist besetzt

Seit längerer Zeit schon arbeitet Wagenhausen im Bereich der Sozialen Dienste mit der Stadt Steckborn zusammen, welche diese Aufgabe professionell und zuverlässig im Mandatsverhältnis für die Gemeinden Wagenhausen und Eschenz sowie neu auch für Ermatingen erfülle. Deshalb hat der Gemeinderat entschieden, das Case-Management per 1. Januar 2021 an die Sozialen Dienste in Steckborn zu übertragen. Die neu geschaffene 30-Prozent-Stelle wurde ausgeschrieben und konnte noch vor dem Jahreswechsel besetzt werden. Die dafür anfallenden Kosten werden auf die drei Vertragsgemeinden anteilsmässig verteilt.