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Für die Thurgauer Umstiegsprämie für Elektroautos sind bereits erste Gesuche eingegangen

Im März kommt der Thurgauer Grundlagenbericht zur Elektromobilität in den Grossen Rat. Anlässlich einer Schlüsselübergabe gibt der Kanton Details zu den bereits umgesetzten Fördermassnahmen bekannt.
Larissa Flammer
Regierungsrat Walter Schönholzer, Hans Peter Schmid, Chef Amt für Bevölkerungsschutz und Armee, und Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie, mit dem neuen Elektrofahrzeug des Kantons. (Bild: Andrea Stalder)

Regierungsrat Walter Schönholzer, Hans Peter Schmid, Chef Amt für Bevölkerungsschutz und Armee, und Andrea Paoli, Leiter der Abteilung Energie, mit dem neuen Elektrofahrzeug des Kantons. (Bild: Andrea Stalder)

Der Kanton Thurgau ist Pionier bei der Förderung der Elektromobilität. Das freut Energiedirektor Walter Schönholzer: «Nichts zu machen, ist für uns keine Option.» Jetzt sei es an der Zeit, die Massnahmen zur Energiestrategie des Bundes umzusetzen. Da hapere es noch etwas, sagt der Regierungsrat und fordert:

«Den Worten Taten folgen lassen.»

Insbesondere beim Reduzieren von CO2-Emissionen sind die Kantone gefordert. 32 Prozent der Emissionen verursacht der Verkehr, weshalb der Kanton Thurgau dort ansetzt. Vergangenen Juni präsentierte er einen Grundlagenbericht mit Chancen, Risiken und Massnahmen für Elektromobilität im Thurgau. Voraussichtlich Anfang März kommt das Thema in den Grossen Rat. Einzelne Massnahmen sind jedoch bereits umgesetzt – auch die Umstiegsprämie für Käufer eines Elektroautos.

Prämie soll der Technologie zum Durchbruch verhelfen

Andrea Paoli, Leiter der kantonalen Abteilung Energie, spricht von einem Marktversagen. Autos mit fossilem Antrieb und Heizungen mit fossilen Brennstoffen sind günstiger als die deutlich umweltfreundlicheren Alternativen: «Wir setzen dort an.»

Anstatt auf Verpflichtungen wie Gesetzesvorgaben, setzt der Kanton aber auf Anreize wie die Prämie von 4000 Franken beim Kauf eines neuen Elektrofahrzeuges. Seit Anfang Jahr sind dafür bereits erste Gesuche eingegangen, hauptsächlich für den Ersatz von Personenwagen. Ein Viertel kommt aus dem Gewerbe.

2016 waren erst 0,2 Prozent der im Thurgau zugelassenen Fahrzeuge rein elektrisch betrieben. Die Prämie soll ein Anschub sein, um den Anteil zu erhöhen und der Technologie zum Durchbruch zu verhelfen. Sobald Elektroautos günstiger werden, schraubt der Thurgau den Förderbeitrag runter, um die Mittel an einem anderen Ort einzusetzen. Das Geld kommt aus dem Thurgauer Energiefonds.

Elektrofahrzeuge müssen mit erneuerbarer Energie betrieben werden, damit sie ökologisch sinnvoll sind. Eine Prämie erhält deshalb nur, wer ausschliesslich solchen Strom bezieht. Wer sich ein neues Elektroauto anschafft und gleichzeitig eine neue Solarstromanlage in Betrieb nimmt oder eine bestehende erweitert, erhält vom Kanton zusätzlich einen Bonus.

Neues Elektroauto für den Bevölkerungsschutz

Anlässlich der Medienkonferenz am Montag konnte das Amt für Bevölkerungsschutz und Armee die Schlüssel für ein Elektrofahrzeug entgegennehmen. Das alte Fahrzeug erlitt einen Getriebeschaden. Regierungsrat Schönholzer drehte im flüsterleisen neuen Nissan gleich eine kleine Testrunde, während Amtschef Hans Peter Schmid sagte:

«Ich bin überzeugt, dass wir als Amt so unsere Vorbildfunktion wahrnehmen.»

Bei einer Fahrt nach St.Gallen zur Territorialdivision 4 hat das Fahrzeug den Reichweitetest bestanden. Mit einer sparsamen Fahrweise auf der Autobahn reichte die Batterieladung aus. Der Nissan wird vor allem für Kurzstrecken gebraucht – unter anderem zwischen den beiden Frauenfelder Standorten des Amtes: im Galgenholz und im alten Zeughaus. Betankt wird er mit Storm von der Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Ausbildungszentrums.

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