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Für die Primarschule Herdern-Dettighofen können nur zwei Standorte funktionieren

Die Arbeitsgruppe zur Standortfrage der Primar Herdern-Dettighofen empfiehlt in zwei Schulhäusern Vollbetrieb sowie ein Tagesschulangebot.
Mathias Frei
Das Schulhaus Lanzenneunforn. (Bild: Donato Caspari)

Das Schulhaus Lanzenneunforn. (Bild: Donato Caspari)

Die «Arbeitsgruppe Schulstandorte» hat ihre Schuldigkeit getan. Am Donnerstagabend hat sich das Gremium im Rahmen der Rechnungsgemeinde der Primarschule Herdern-Dettighofen aufgelöst. Zuvor präsentierte die Gruppe ihre Empfehlungen zuhanden der Schulbehörde. Zum Schluss gab es Applaus aus der Runde der 77 Schulbürger. Schulpräsident Patrick Siegenthaler nahm den Schlussbericht der paritätisch aus allen drei alten Schulstandorten zusammengesetzten Gruppe dankend entgegen.

«Die Arbeitsgruppe ist sich einig, dass an zwei Standorten ein Schulbetrieb stattfinden soll.»

Patrick Siegenthaler, Präsident Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen. (Bild: PD)

Patrick Siegenthaler, Präsident Primarschulgemeinde Herdern-Dettighofen. (Bild: PD)

So heisst es im Bericht. Herdern und Lanzenneunforn sollen also beibehalten werden. Das Schulhaus Dettighofen, vormals dritter Standort, ist im Begriff der Umnutzung. So hat unter anderem der Dorfverein Dettighofen dort ein erstes Daheim gefunden. Aufgrund der Geschichte erscheine nur eine Zwei-Standorte-Lösung als mehrheitsfähig, erklärt Thomas Hangartner als Vertreter der Arbeitsgruppe. Die Gruppe schlägt zwei Nutzungsmodelle vor, beide seien umsetzbar. Unabhängig davon sei in Herdern und Lanzenneunforn bei baulichen Anpassungen «Zurückhaltung geboten». Zudem ist auch klar: Das Schulhaus Dettighofen soll im Besitz der Schulgemeinde bleiben.

Eine Schulgemeindeversammlung in der Turnhalle Herdern. (Bild: Andrea Stalder)

Eine Schulgemeindeversammlung in der Turnhalle Herdern. (Bild: Andrea Stalder)

Homburg und Wagenhausen im Vergleich

Das eine Nutzungsmodell, wie es in etwa die Primarschule Wagenhausen-Kaltenbach praktiziert, sieht für Lanzenneunforn den Kindergarten und ein Tagesschulangebot vor, in Herdern wären Unter- und Mittelstufen. Beim Homburger Modell wäre in Lanzenneunforn die Mittelstufe daheim, in Herdern wären Räumlichkeiten für Kindergarten, Unterstufe und Tagesschule. Diese neue Ganztagsbetreuung inklusive Mittagstisch und Aufgabenhilfe soll gemäss Empfehlung ab Herbst 2019 bestehen. Eltern sollen einen Trägerverein gründen, nach Möglichkeit sollen die Politischen Gemeinden Herdern und Pfyn einen Initialbeitrag an den Aufbau leisten und sodann wiederkehrende Betriebsbeträge. Die Schulgemeinde schliesslich soll die Räumlichkeiten stellen und für den Transport sorgen.

Schwarze statt rote Zahlen in der Rechnung

Die Rechnung 2018 der Primarschulgemeinde schliesst bei einem Aufwand von 2,11 Millionen Franken mit einem Gewinn von 76000 Franken ab. Budgetiert gewesen war bei einem tieferen Aufwand ein Minus von 90000 Franken. «Operativ war es ein gutes Jahr», bilanzierte Schulpflegerin Regula Klauz. Insbesondere die höheren Steuereinnahmen hätten zu einem besseren Abschluss geführt. Das Budget sah einen Fiskalertrag von 1,64 Millionen vor. In der Rechnung waren es schliesslich 1,92 Millionen – 17 Prozent mehr als im Voranschlag vorgesehen. Zugleich ist der Beitrag aus dem kantonalen Finanzausgleich tiefer ausgefallen, statt 200000 Franken flossen nur 77000 Franken. Investitionen wurden im vergangenen Jahr keine getätigt. Die Stimmberechtigten bewilligten die Rechnung und die von der Behörde vorgeschlagene Gewinnverwendung diskussionslos und einstimmig. Der Gewinn von 76000 Franken fliesst ins Eigenkapital, das damit per Ende 2018 bei 875000 Franken liegt. (ma)

Weiter empfiehlt die Arbeitsgruppe, die Zusammenarbeit zwischen der Schulgemeinde und den beiden Politischen Gemeinden, sei es über institutionalisierte Treffen dieser Gremien oder über eine «strategische Planung der Schulentwicklung» im Rahmen eines Fünf-Jahres-Plans. Weiter soll eine «von der Bevölkerung getragene Schule» angestrebt werden, «geprägt von einem konstruktiven Dialog des Miteinanders». Dazu gehöre zum Beispiel eine klare Kommunikation der Behörde gegenüber Eltern und Schülern, wie es heisst. Die Schulleitung soll bei Eltern und Lehrer gleichermassen akzeptiert und wöchentlich an beiden Standorten präsent sein. Die Bildung eines Elternrats könnte angezeigt sein. Und es soll standortübergreifende Aktivitäten geben, um das Gemeinschaftsgefühl zu fördern.

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