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Für das Dorfzentrum Felben-Wellhausen steht die Ampel auf Grün

Das Dorfzentrum hat im zweiten Anlauf die Baubewilligung erhalten. Der Spatenstich für das 25-Millionen-Projekt ist im September vorgesehen.
Evi Biedermann
Die Visualisierung zeigt die drei geplanten Bauten der Genossenschaft Dorfzentrum an der Poststrasse östlich des Gemeindehauses. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt die drei geplanten Bauten der Genossenschaft Dorfzentrum an der Poststrasse östlich des Gemeindehauses. (Bild: PD)

«Der Gemeinderat hat an seiner gestrigen Sitzung die Baubewilligung für unser Projekt erteilt.» Die Nachricht von Präsident Jörg Müller war brandneu und sorgte an der 5. Mitgliederversammlung der Genossenschaft Dorfzentrum Felben-Wellhausen für Erleichterung und Applaus.

Vor einem Jahr noch hatte es ganz anders getönt. Damals verweigerte die Politische Gemeinde die Baubewilligung, weil gegen das Projekt zwei Einsprachen eingegangen waren. In der Zwischenzeit haben der Vorstand und die involvierten Planer, das Architekturbüro Renespa und die Bethesda Alterszentren AG, das geplante Projekt unter Berücksichtigung der kritisierten Punkte modifiziert. Es habe sehr viel gebraucht, bis das gelungen sei, sagte Müller.

«Wir freuen uns alle, dass wir es geschafft und nun die Baubewilligung erhalten haben».

Noch ausstehend sind zur Zeit die vollständigen Unterlagen vom Kanton.

Flache Dächer, kürzere Gebäude

Jörg Müller, Präsident Genossenschaft Dorfzentrum Felben-Wellhausen. (Bild: Evi Biedermann)

Jörg Müller, Präsident Genossenschaft Dorfzentrum Felben-Wellhausen. (Bild: Evi Biedermann)

Die wesentlichen Änderungen gegenüber der ersten Baueingabe sind, dass die drei Gebäude nun Flachdächer statt Giebeldächer bekommen. Dazu werden sie in Länge und Höhe um wenige Meter kürzer. Der Volumenverlust wird jedoch durch die Flachdächer ausgeglichen. Im Aussenbereich werden die Parkplätze um zwei auf 19 Plätze auf-gestockt. Erhöhen werden sich auch die Kosten. Ursprünglich auf 20 Millionen Franken geschätzt, werden diese nun mit 25,6 Millionen veranschlagt. Davon fallen ungefähr 400'000 Franken auf die erfolgte Neuprojektierung, beantwortete Vorstandsmitglied Niklaus Zindel die Frage einer Genossenschafterin.

Zur Finanzierung des Bauprojekts nahm Vorstandsmitglied Ralph Weidenmann Stellung. Er stellte das einst vorgesehene Modell mit Beteiligung der Wohnbaugenossenschaft (Wbg) Schweiz einem Modell ohne Wbg gegenüber und sagte:

«Wir tendieren zum Modell ohne Wbg.»

Die Bedingungen für Gesuchsteller seien bei der Wbg mit hohen Auflagen verknüpft, erklärte Weidenmann. «Wir möchten lieber unabhängig sein.» Die Finanzierung ohne Wbg bedingt mehr Anteilscheine aus der Bevölkerung, eine Aufstockung der 1. Hypothek und mehr Spenden.

Das Bauprojekt im Detail

Das Dorfzentrum umfasst drei Gebäude, die auf der Parzelle östlich des Gemeindehauses erstellt werden. Darin entstehen 29 altersgerechte Mietwohnungen, ein Pflegeheim mit 50 Betten, Räumlichkeiten für eine Hausarztpraxis, eine Kita, ein Café-Restaurant und eine Physiotherapie. Die Wohnungsgrössen variieren von 1,5- bis 3,5-Zimmer. Im Pflegeheim sind zwölf Plätze für betreutes Wohnen reserviert, dazu gibt’s 24 Einzel-Pflegezimmer und 14 Alters-Pflegewohnungen mit Küche und Loggia. Die Visiere sind bereits gesteckt, der Spatenstich ist im September vorgesehen. 2022 soll das Dorfzentrum bezugsbereit sein. (bie)

Banken prüfen Tragbarkeit der Hypothek

Dazu werden in den kommenden Wochen Flyers verteilt im Dorf, Stiftungen angeschrieben, Gespräche mit Banken geführt. Zur Zeit würden vier Banken die Tragbarkeit der Hypothek prüfen. Man werde alles unternehmen, um dieses Ziel zu erreichen, sagte Weidenmann. «Was, wenn euch das nicht gelingt?» Ob es dann Verzögerungen gebe, fragte eine Anwesende. «Wir werden das schaffen», meinte Präsident Müller, man habe bislang alles geschafft.

Von den 185 Genossenschaftern waren am Dienstagabend deren 100 anwesend und bewilligten den Kostenvoranschlag von 25,6 Millionen Franken für das Bauprojekt. Sie genehmigten auch die Rechnung 2018, die einen Verlust von 67835 Franken ausweist. Wie bis anhin werden die Anteilscheine nicht verzinst.

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