Für bessere Effizienz: Griesser baut in Aadorf aus und um

Die Griesser AG baut an ihrem Hauptsitz in Aadorf unter anderem eine neue Beschichtungsanlage.

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Samuel Stillhard, Exent AG, und Christoph Tschanen, Tschanen AG, sowie von der Griesser AG Alex Sprenger, Urs Neuhauser, Walter Strässle und Emanuel Kissling zelebrieren den Spatenstich.

Samuel Stillhard, Exent AG, und Christoph Tschanen, Tschanen AG, sowie von der Griesser AG Alex Sprenger, Urs Neuhauser, Walter Strässle und Emanuel Kissling zelebrieren den Spatenstich.

(Bild: ZVG/Roger Nigg)

(red/kuo) Das Prädikat Traditionsunternehmen ist für die Griesser AG bestimmt nicht zu hoch gegriffen. Hat doch die Spezialistin für für Sonnen- und Wetterschutz von Fenstern und Terrassen seit 1882 ihren Hauptsitz in Aadorf.

Und dort will das Unternehmen offensichtlich auch weiterhin bleiben. Dies belegt nicht zuletzt der jüngst erfolgte Spatenstich im Hinterthurgau: Mit dem Abbruch und Wiederaufbau einer Werkshalle, der Erweiterung einer bestehenden Produktionshalle, dem Ersatz der bisherigen, über 20-jährigen Pulverbeschichtungsanlage und dem Einbau eines automatischen Lagers sollen die Produktivität gesteigert und die Energieeffizienz erhöht werden.

«Läuft alles nach Plan, werden wir das Bauprojekt bis Sommer 2021 abschliessen und danach die neuen Anlagen installieren und in Betrieb nehmen», schreibt Griesser-CEO Urs Neuhauser in seiner Medienmitteilung. In der ersten Bauetappe ist eine neue Zufahrt inklusive einer Werksbrücke zum Bauplatz geplant. Voraussichtlich im September startet die zweite Bauphase mit dem Abriss und Neubau der Halle für die neue Beschichtungsanlage sowie der Erweiterungsbau der benachbarten Halle für die Lagerung des Langmaterials. In der dritten Bauetappe wird die neue Pulverbeschichtungsanlage im Neubau installiert und ein Wabenlager in die Hallenerweiterung nebenan eingebaut.

Die Neuanordnung der einzelnen Produktionsabschnitte und die beiden neuen Anlagen für die Beschichtung und die Lagerung sorgen für einen besseren Materialfluss und eine höhere Automatisierung. Zudem verfügt die neue Beschichtungsanlage über fünf Kammern zur Vorbehandlung und zwei Pulverlinien für die Beschichtung, was die Durchlaufzeiten reduziert und gleichzeitig die Flexibilität erhöht.

Nebst betrieblicher Effizienz soll das Vorhaben auch ökologisch punkten. «Mit dem Neubau wird eine Photovoltaikanlage realisiert, mit der wir gut zehn Prozent unseres gesamten Strombedarfes abdecken können», lässt sich Emanuel Kissling, Leiter Produktorganisation, zitieren. «Zusammen mit einer effizienten Lösung für die Wärmerückgewinnung und einem dank neuester Technologie reduzierten Wasserverbrauch werden wir in der Lage sein, unseren ökologischen Fussabdruck deutlich zu senken.»

Griesser produziert in eigenen Werken in der Schweiz, in Österreich und in Frankreich und vertreibt seine Produkte in über 20 Länder. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1300 Mitarbeitende, 800 in der Schweiz und davon 400 am Hauptsitz im Aadorf. Zudem ist Griesser Lehrbetrieb für schweizweit 40 Lernende verschiedener Berufe.

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