Für 50 neue Wohnungen im Frauenfelder Langdorf

Für den Ersatzbau von Genossenschaftswohnungen an der Zielackerstrasse in Frauenfeld liegt derzeit der Gestaltungsplan auf.

Stefan Hilzinger
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Die Wohnbaugenossenschaft Zielacker will die vier in die Jahre gekommenen Wohnblöcke durch Neubauten ersetzen.(Bild: Andrea Stalder)

Die Wohnbaugenossenschaft Zielacker will die vier in die Jahre gekommenen Wohnblöcke durch Neubauten ersetzen.(Bild: Andrea Stalder)

Seit gut einem Jahr ist eigentlich klar, was die Wohnbaugenossenschaft (WBG) Zielacker im Langdorf erreichten will: 49 Wohnungen verteilt auf vier Gebäude anstelle der vier bald 70-jährigen Wohnblöcke mit 31 Wohnungen. Eine Jury hatte im April 2018 über den Architekturwettbewerb entschieden. Nun muss aber als rechtliche Voraussetzung über die drei Parzellen an der Zielackerstrasse ein Gestaltungsplan erlassen werden. Der liegt noch bis zum 4. September beim Amt für Hochbau und Stadtplanung öffentlich auf.

Der Gestaltungsplan hält gestalterische und formale Grundsätze für die Bebauung und Erschliessung des Gebietes fest. Er regelt etwa die Zu- und Wegfahrt zur geplanten Tiefgarage, Lage und Gestaltung von Spielplätzen, Unterflurcontainern, Begrünung et cetera.

18 Wohnungen mehr auf der gleichen Fläche

Der Gestaltungsplan enthält auch Ausnahmeregeln zur Gebäudehöhe. So dürfen die Baukörper bis zu zwei Meter höher sein, als gemäss geltender Bauzone erlaubt wäre. Auch die Geschossflächenziffer (früher Ausnützungsziffer) ist höher, als in der Zone sonst gilt – beides im Sinne von verdichtetem Bauen und besserer Nutzung des Baulands. So sollen der WBG auf gleicher Fläche letztlich 18 Wohnungen mehr zur Verfügung stehen als heute. Zusätzliche Genossenschaftswohnungen sind im Sinne der städtischen Förderung von preisgünstigem Wohnen.

Sollte der Gestaltungsplan ohne Einsprachen und damit verbundenen Verzögerungen erlassen werden können, so rechnet WBG-Präsident David Niederer danach mit einem schlanken Baubewilligungsverfahren. Vertreter der Stadt waren bei der Entwicklung des Neubauprojektes involviert. Ein Vertreter des Hochbauamtes war Mitglied der Jury, die im vergangnen Jahr sich für den Vorschlag «Katharina» des Zürcher Büros Mirlo Urbano entschieden hatte. Auch wenn alles läuft wie geplant, rechnet der WBG-Präsident frühestens Anfang Juni 2020 damit, dass die Blöcke abgerissen werden.

Genossenschafter gaben grünes Licht

Die Mieter müssen früher oder später ausziehen. «Wir informieren sie laufend», sagt Niederer. Weil die Nachfrage so gross sei, vermiete die WBG freie Wohnungen aber weiterhin. Im Mai dieses Jahres gab die Genossenschaftsversammlung dem Vorstand die Kompetenz, das 27,5-Millionen-Projekt zu finanzieren. Wie das genau geschehen soll, sei derzeit noch offen, sagt Niederer.