Für 400'000 Franken: Eschliker Gemeindehaus wird umgebaut

Die wenigen Traktanden an der Eschliker Budget-Versammlung konnten zügig abgehandelt werden. Alle Einbürgerungsgesuche wurden mit grosser Mehrheit genehmigt.

Christoph Heer
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Die wenigen Traktanden an der Eschliker Gemeindeversammlung vom Dienstagabend ernteten kaum Gegenstimmen. (Bilder: Christoph Heer)

Die wenigen Traktanden an der Eschliker Gemeindeversammlung vom Dienstagabend ernteten kaum Gegenstimmen. (Bilder: Christoph Heer)

Das Bewegendste kam ganz zum Schluss der Versammlung. Eine Eschliker Stimmbürgerin scheint nicht ganz zufrieden mit der Kommunikation seitens Behörde zu sein. Sie sei enttäuscht, sagte sie und bezog sich damit auf einen Schadenfall an ihrem Haus, der aber dahingehend nur sie betrifft.

Dementsprechend reagiert Gemeindepräsident Hans Mäder kurz und knapp. Sie solle sich doch noch einmal auf der Verwaltung melden. Mäder verzichtete so auf die Ausschlachtung dieser Problematik in der Öffentlichkeit. Anhand des kurzen Schlussgesprächs dieser beiden Parteien wird ein erneutes Zusammensitzen erfolgen.

Halbe Million für Schiessstände

Eine Budgetversammlung mit fünf Einbürgerungsgesuchen für sieben Personen, die allesamt, mit nur wenigen Ablehnungen, genehmigt wurden. Haufenweise Informationen zu Glasfasernetz, Flurstrassen und Schiessständen. Kaum Fragen seitens Souverän, kaum Inputs, die grosse Einstimmigkeit überwiegt.

Steuerfuss bleibt gleich

Finanzvorsteher Alexander Kredt informierte genauer über die Budgetzahlen. Dabei betonte er, dass Politisch Eschlikon davon ausgehen kann, den Steuerfuss voraussichtlich bis zum Jahr 2024 auf 50 Prozent belassen zu können.

Dementsprechend gestaltet sich auch das Budget für das kommende Jahr. Bei einem Aufwand in der Erfolgsrechnung von etwas mehr als 14,9 Millionen Franken, ergibt sich ein Verlust von insgesamt 37'100 Franken. Innerhalb der Investitionsrechnung werden Nettoinvestitionen von rund 3,6 Millionen Franken ebenfalls genehmigt.

Im Budget für das kommende Jahr sind zahlreiche Projekte enthalten, welche die Gemeindekasse belasten werden. So muss etwa das mit Blei belastete Erdmaterial sowohl beim nicht mehr betriebenen Schiessstand in Eschlikon, wie auch bei demjenigen in Wallenwil, abgetragen werden. Andernfalls stellt der Bund die unterstützenden Zahlungen ein. Das will niemand, darum sind hierfür eine knappe halbe Million Franken vorgesehen.

Mitarbeiter haben zu wenig Platz

Ebenfalls einen grossen Budgetposten stellt der Umbau des Gemeindehauses dar. Dazu sagte Gemeindepräsident Hans Mäder:

«Wir haben schlicht zu wenig Platz für unsere 17 Mitarbeitenden.»
Hans MäderGemeindepräsident Eschlikon

Hans Mäder
Gemeindepräsident Eschlikon

In den einzelnen Räumen, wo drei Mitarbeiter ihrer Arbeit nachgehen, seien teilweise lediglich zwei Arbeitsplätze vorhanden. Dementsprechend leide so oft auch die Seriosität.

«Richtig unangenehm ist es, wenn es innerhalb der Sozialen Dienste um wichtige Aktenbehandlungen geht», so Mäder weiter. Der Gemeindepräsident betonte zudem, dass schon beim Bau des heutigen Gemeindehauses darauf geachtet wurde, dass dieses wenn nötig, in einfacher Weise zu erweitern ist.

Wie genau die 400'000 budgetierten Franken für den Umbau eingesetzt werden, ist noch nicht genau bekannt. Ob und wie dies die Viereinhalb-Zimmer-Wohnung tangiert, wird sich zeigen. Der anwesende 83-köpfige Souverän, bei total 3063 Stimmberechtigten, genehmigte diese und weitere Projekte innerhalb des vorgelegten Budgets 2019 einstimmig.