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Fünf statt zwei Tage: Thurgau baut Vaterschaftsurlaub für Kantonsangestellte aus

Der Regierungsrat plant, den Vaterschaftsurlaub von zwei auf fünf bezahlte Arbeitstage auszubauen. Das sollte keine unmittelbaren Mehrkosten verursachen.
Sebastian Keller
Thurgauer Kantonsangestellte sollen mehr Zeit haben für ihre Babys. (key/Gaetan Bally)

Thurgauer Kantonsangestellte sollen mehr Zeit haben für ihre Babys. (key/Gaetan Bally)

Zwei Tage: So viele bezahlte Urlaubstage erhält heute ein Angestellter der Thurgauer Kantonsverwaltung, wenn er Vater wird. Den Vaterschaftsurlaub will der Thurgauer Regierungsrat nun erhöhen – auf fünf bezahlte Arbeitstage. Das hat er im Rahmen des Budgetprozesses beschlossen. «Diese Anpassung wird den heutigen gängigen Rahmenbedingungen eines Arbeitgebers dieser Grösse gerecht», schreibt die Regierung im Budget 2019, das er am Donnerstag in Frauenfeld vorgestellt hat.

Laut Mitteilung des Regierungsrates verursache der geplante Ausbau des Vaterschaftsurlaubes keine unmittelbaren Mehrkosten. Finanzdirektor Jakob Stark sagt gemäss Mitteilung: «Damit würde sich der Kanton Thurgau neu im grossen Durchschnitt von privaten und öffentlichen Betrieben einreihen; 14 weitere Kantone kennen diese Regelung, fünf gehen sogar darüber hinaus.» Personalthurgau, der Dachverband der Kantonsangestellten, fordert seit Jahren einen Ausbau des Vaterschaftsurlaubs. Dies bestätigte Präsidentin Barbara Kern noch im Juni dieses Jahres gegenüber der «Thurgauer Zeitung».

Volksinitiative will 20 Tage

Auf nationaler Ebene wurde eine Volksinitiative lanciert, die einen Urlaub von 20 Tagen für alle neuen Väter fordert. Sie wurde am 4. Juli 2017 eingereicht. Hinter dem Volksbegehren stehen über 160 Organisationen, wie das Initiativkomitee auf seiner Webseite schreibt. Der Bundesrat lehnt diese ab.

Vor einer Woche hat jedoch die Bildungskommission des Nationalrates (WBK) die Idee eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs unterstützt. Wie zuvor die zuständige Ständeratskommission. Nun kann eine Gesetzesvorlage ausgearbeitet werden. Es handelt sich um einen indirekten Gegenvorschlag zur Initiative für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub.

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