Fünf Köpfe für zwei Sitze in der Sekundarschule Eschenz

An der Podiumsveranstaltung vom Dienstagabend präsentierten sich die Kandidaten für die Ersatzwahlen der Sekundarschulbehörde. Ad-Interims-Präsidentin Nicole Svensson kandidiert als Präsidentin.

Margrith Pfister-Kübler
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Sie alle kandidieren: Zek Oezdemir Bruderer, Martin Dutli, Micaela Plecas, Bernhard Buchter und Patric Brugger. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Sie alle kandidieren: Zek Oezdemir Bruderer, Martin Dutli, Micaela Plecas, Bernhard Buchter und Patric Brugger. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«So viele Kandidaten.» Das stand über der Podiumsveranstaltung am Dienstagabend in der Aula der Sekundarschule. Marcel Weber leitete das Podium im Namen der organisierenden Ortsparteien, allerdings vor einer kleinen Gruppe Interessierter. Die Ersatzwahlen für die Schulbehörde mit zwei Neuen und der Präsidentin finden am 23. September statt.

Podiumsleiter Weber skizzierte kurz die Ausgangslage. Aus gesundheitlichen Gründen ist Meja Kölliker, Präsidentin der Sek, zurückgetreten. Behördenmitglied Nicole Svensson führt das Präsidium ad interim und stellt sich nun neu als Präsidentin zur Wahl. Zurückgetreten ist auch Claudia Dopple. Das bedeutet: Es sind nebst der Präsidentin noch zwei neue Mitglieder zu wählen. Die raschen Zusagen von gleich fünf Kandidaten sorgte für eine positive Stimmung.

«Ich bin mit ihr zur Schule gegangen»

Die Kandidaten für die Sekundarschulbehörde Eschenz (mit Wagenhausen) heissen Zek Oezdemir Bruderer, Martin Dutli und Micaela Plecas (alle aus Eschenz) sowie Bernhard Buchter aus Rheinklingen und Patric Brugger aus Wagenhausen. Ad-Interims-Präsidentin Svensson konnte nicht dabei sein. Marcel Weber stellte sie vor und sagte: «Ich bin mit ihr zur Schule gegangen.» Sie ist in Eschenz aufgewachsen, verheiratet und Mutter zweier Töchter im Teenager-Alter, früher Postangestellte, heute kaufmännisch tätig. Sie wurde als kompetent, teambildend bezeichnet.

Landwirt, Informatiker und Pädagogen

Zek Oezdemir Bruderer ist verheiratet, hat drei Kinder und arbeitet als Informatiker. Dazu ist er in der Lehrlingsausbildung als Experte für Prüfungen tätig. Er ist überzeugt, dass er mit seinem Wissen Wertvolles beitragen könne. Verheiratet ist auch Martin Dutli. Der technische Kaufmann und Vater zweier Kinder sieht seine Kompetenzen für die Schule vor allem im Informatikbereich.

Management-Assistentin Micaela Plecas ist diplomierte Tagesmutter und Mutter zweier Kinder und verheiratet. Ihre Stärken sieht sie in der Kommunikation mit Eltern und Organisationen. Bernhard Buchter ist Landwirt und Direktvermarkter. Ihm liegt am Herzen, dass das hohe Niveau der Sek Eschenz erhalten bleibe. Er ist verheiratet und Vater von drei Kindern. Patric Brugger schliesslich ist Vater von zwei Kindern. Nach Tätigkeiten als Primar- und Kantilehrer ist er nun an der Pädagogischen Hochschule in Kreuzlingen tätig. Er betonte, dass Bildung der Grundstein sei und ihm daher sehr am Herzen liege.

Nach der Vorstellungsrunde fühlte ihnen Moderator Marcel Weber auf den Zahn. Wie es mit den Zeitreserven stehe, wollte er wissen. Es zeigte sich, dass alle ihre Zeit «gut einteilen können und verfügbar sind». Und wie stehe es mit der Belastbarkeit bei Kritik? Auch hier lief alles auf einen guten Konsens bei schwierigen Situationen und Teamarbeit zu gunsten der Kinder hinaus. Martin Dutli: «Ich bin gewohnt, gute Lösungen zu finden.»

Was ist die Hauptaufgabe  der Schule?

Schliesslich stellte das Publikum seine Fragen: «Was denkt Ihr, ist die Hauptaufgabe in der Schule?» Buchter dazu: «Möglichst gute Rahmenbedingungen für die Kinder. «Und für die Lehrer», ergänzte Oezdemir. Die gesetzlichen Vorgaben umsetzen und die Entwicklung der Kinder gut managen. Dieser Aussage schloss sich Plecas an. Auch Brugger sieht dies ähnlich, ihm ist zudem wichtig, dass es für Lehrer und Jugendliche gute Rahmenbedingungen gibt.

Wieviel darf die Schule kosten?

Als wunder Punkt erwiesen sich die Finanzen. Ein Votant legte den Finger auf die 200 000 Franken Defizit. Ob eine Steuererhöhung in Sicht sei, kam als Frage auf. Die Antworten folgten umgehend. «Die Schule darf soviel kosten, wie nötig», sagte Dutli. Buchter empfahl, vorerst das neue Modell des Kantons abzuwarten. Oezdemir verwies auf den Gesamtkontext. Die Schule dürfe so viel kosten, dass die Kinder in die Mündigkeit begleitet werden können, sagte Brugger.
Alle Kandidaten erwiesen sich als einsatzstark, differenziert, fähig auf Mängel hinzuweisen, damit die Sek Eschenz stets gute Noten bekommt. Alle glauben genügend Erfahrung gesammelt zu haben, um in der Behörde erfolgreich mitzuwirken.