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Angst um die Totenruhe: Stettfurter Friedhofsmauer sorgt für Diskussionen

Am 25. November entscheiden die Steffurter Stimmbürger an der Urne über einen 2,45-Millionen-Kredit für die Sanierung der Hauptstrasse. Für das Bauprojekt müssen vier Gräber umgebettet werden, was nicht allen gefällt.
Christoph Heer
Gemeindepräsident Markus Bürger erläutert den interessierten Stimmbürgern das Sanierungsprojekt. (Bild: Christoph Heer)

Gemeindepräsident Markus Bürger erläutert den interessierten Stimmbürgern das Sanierungsprojekt. (Bild: Christoph Heer)

Seit 2015 befassen sich der Gemeinderat und die Bevölkerung intensiv mit der Weiterentwicklung der Gemeinde. Bewusst ist dabei allen Involvierten, dass die Hauptstrasse mehr als nur eine Strasse ist. Gemeindepräsident Markus Bürgi begrüsste am Donnerstagabend rund 60 Interessierte zur Informationsveranstaltung im Tscharnerhaus.

Bürgi sagte eingangs der Veranstaltung:

«Längst hat sich bewiesen, wie bedeutend die Hauptstrasse für unser Dorf ist. Sie verbindet, trennt aber auch gleichzeitig. Ihrer nicht zu unterschätzenden Funktion und Bedeutung wegen muss sie saniert werden.»

Das Gesamtprojekt, das Kosten in der Höhe von 2,45 Millionen Franken vorsieht, ist in drei Teilbereiche gegliedert. Im Westen, Osten und im Dorfzentrum sollen Bushaltestellen, Trottoirs, Fussgängerstreifen, Sichtbehinderungen und einige weitere Schwächen aufgehoben respektive saniert werden.

Das Sanierungsprojekt wird diskutiert. (Bild: Christoph Heer)

Das Sanierungsprojekt wird diskutiert. (Bild: Christoph Heer)

Im Dorfzentrum gehört zudem auch die kanalisierende und unattraktive Friedhofsmauer dazu. Geplant wäre, dass diese zurückversetzt würde, was zur Folge hätte, dass vier Gräber umgebettet werden müssten. Das Ziel ist eine durchgehende Fussgängerverbindung.

Gemeinde geht mit höchster Sensibilität an Thema

Es scheint allen klar zu sein, dass es sich hierbei um einen grossen Eingriff in die Totenruhe handelt. Bürgi betonte, dass die Gespräche mit den Betroffenen bis anhin mit höchster Sensibilität geführt wurden. Man sehe aber schlicht keine andere Lösung. Zudem müsse die Friedhofsmauer, unabhängig von diesem Projekt, zeitnah saniert werden. Der Eingriff auf der bestehenden Friedhofsfläche werde so gering wie möglich gestaltet. Dieser Umstand sorgte für einige rote Köpfe. Bürgi spielte den Ball an die Stimmbürger zurück.

«Genau darum muss sich jeder seine Gedanken machen und am Urnengang am 25. November teilnehmen.»

Der Baubeginn ist auf 2020 terminiert.

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Christoph Heer)

Gemeindepräsident Markus Bürgi. (Bild: Christoph Heer)

Angesichts der unzähligen Massnahmen, die dieses Sanierungsprojekt beinhaltet, hielt sich die Diskussionsrunde im Rahmen. Fragen wurden von den zuständigen Planern und Ingenieuren beantwortet, und einige Bedenken der Anwesenden nahm die politische Gemeinde auf. Eine Votantin fragte angesichts der hohen Kosten, ob da ein Lottogewinn verheimlicht wurde. Bürgi konnte sich ein Augenzwinkern nicht verkneifen, sagte aber, dass sich die Kosten nicht auf den Steuerfuss auswirkten. Der Kanton beteilige sich mit gut 1,4 Millionen Franken, und auch die Werke stünden finanziell auf gesunden Füssen. Die nächste Chance für ein solches Vorhaben – unter diesem positiven Kostendach und mit dieser Unterstützung des Kantons – gebe es frühestens in 30 Jahren wieder.

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