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Glosse

Friede, Freude, Frauenfeld

Mehr Sand, weniger Asphalt im Hochsommer: Gibt es vor dem Bezirksgericht bald einen Strand?
Stefan Hilzinger
Markierung auf dem Trottoir vor dem Erchingerhof. (Bild: Stefan Hilzinger)

Markierung auf dem Trottoir vor dem Erchingerhof. (Bild: Stefan Hilzinger)

Der Sommer hat die Stadt ergriffen. Der morgendliche Stossverkehr wird dünner. Die Leute wirken irgendwie entspannter, sogar die Parkplatz suchenden Automobilisten in der «Passage». Ja, es ist Ferienzeit, und ja, der gute, alte Geheimrat Goethe hat noch immer Recht: «Willst du immer weiter schweifen?/Sieh, das Gute liegt so nah./Lerne nur das Glück ergreifen,/Denn das Glück ist immer da.»

Es gibt Sirup und für die Grossen ein Bier

Viel zum sommerlichen, urbanen Glück trägt der Murg-Auen-Park bei. Am Strand der Murg lässt sich genüsslich chillen. Hunde jagen Sommervögeln nach. Die Kinder planschen im seichten Wasser der Murg, werfen Steine, sammeln Holz, und abends halten alle Cervelats übers Feuer. Es gibt Sirup und für die Grossen ein im Fluss gekühltes Bier. Friede, Freude, Frauenfeld.

Der Heimweg zu Fuss führt am karibischen Kreisel mit den Bananenstauden vorbei, die prächtig gedeihen. Man meint sogar, es hätten sich erste Fruchtansätze gebildet. Vorbei am «Stadthof» im Rohbau und dem kleinen Migros geht es weiter zum Fussgängerstreifen vor dem Bezirksgericht. Die Warterei hält sich in Grenzen, die Zürcherstrasse ist ruhig. «Wer spielt heute Abend eigentlich an der Fussball-WM?»

Ein Glücksprojekt soziokultureller Stadtentwicklung?

Doch jetzt aber halt da: Auf dem schwarzen Asphalt des Trottoirs zu Beginn des Mühletobels steht «Str. Rand», daneben ein Punkt und wenige Schritte weiter nochmals: ein rosa Punkt und «Str. Rand», unweit ein dritter Schriftzug. Ein Strand hier, mitten auf der Strasse? Ein durchschaubar getarntes Glücksprojekt des Bereichs «soziokulturelle und sozialraumorientierte Stadtentwicklung»? Den Punkten nach zu schliessen, scheint er gross zu werden, dieser «Str. Rand».

Doch nein, leider nur geträumt: Es soll an der Stelle einen neuen Fussgängerübergang mit Mittelinsel geben. «Str. Rand» markiert bloss den künftigen Strassenrand.

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