Freundschaftsbesuch unter Radfahrern

Einen grossen Fisch hat der Rotary Club Frauenfeld-Untersee geangelt.
Thomas Greminger, der Generalsekretär der OSZE, referierte über seine Mission.

Drucken
Teilen
Marita Peter-Keller, Präsidentin des Rotary Clubs Frauenfeld-Untersee, Thomas Greminger und Erich Tiefenbacher. (Bild: PD/Bruno Stäheli)

Marita Peter-Keller, Präsidentin des Rotary Clubs Frauenfeld-Untersee, Thomas Greminger und Erich Tiefenbacher. (Bild: PD/Bruno Stäheli)

Diesen Referenten hätten viele andere Clubs auch gerne zu Gast gehabt. Der Schweizer Spitzendiplomat Thomas Greminger sprach im privaten Kreis im Gasthof «Traube» in Dietingen. Greminger ist seit Juli 2017 Generealsekretär der Organisation für Entwicklung und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), der 57 Staaten in Europa, Nordamerika und Asien angehören.
Um einen so hochkarätigen Referenten zu verpflichten, braucht es zwei Dinge: Glück und gute Beziehungen. Glück war, dass der Generalsekretär den Besuch im Thurgau in seinen Terminplan einbetten konnte. Unterstützt wurde dies durch die
persönliche Bekanntschaft Gremingers mit Erich Tiefenbacher, dem Programmchef des Rotary Clubs.

Chefdiplomat im Dienste der Krisenbewältigung

Kennen gelernt hatten sich die beiden im Militär. Der Adliswiler Thomas Greminger, dessen Vater in Oberbussnang aufgewachsen war, wurde einst interimsmässig mit der Führung einer Thurgauer Radfahrerkompanie betraut. Zu seinen Zugführern gehörte Erich Tiefenbacher, heute Kreisforstingenieur des Kantons Thurgau. Aus der Militärkameradschaft entwickelte sich eine langjährige Freundschaft.

Thomas Greminger sprach über seine anspruchsvolle und bisweilen auch zermürbende Aufgabe als Chefdiplomat im Dienste der Krisenbewältigung. Dies unter der Voraussetzung ständig wechselnder politischer Verhältnisse innerhalb der Mitgliedsländer und auch im Vorsitz der Organisation.

Dabei sind friedenserhaltende Kräfte aktuell besonders gefordert. «Ich stelle gegenwärtig ein historisches Vertrauenstief in den zwischenstaatlichen Beziehungen fest, und zwar in einer Dimension, wie es sie seit dem Kalten Krieg um 1980 nie mehr gegeben hat», sagte der Chefdiplomat. (ada)