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Fremde teilen sich in Steckborn bald ein Büro

Ab dem neuen Jahr stellt die Stadt Steckborn einen Coworking-Space mit sechs Arbeitsplätzen zur Verfügung. Interessierte können sich dort einmieten. Ziel ist es, langen Arbeitswegen entgegenzuwirken.
Rahel Haag
In dieser Liegenschaft an der Kirchgasse entsteht der Coworking-Space. (Bild: PD)

In dieser Liegenschaft an der Kirchgasse entsteht der Coworking-Space. (Bild: PD)

Er selber kann vom neuen Angebot zwar nicht profitieren. «Als Sozialpädagoge bin ich an den Arbeitsort gebunden», sagt Stadtrat Jonas Füllemann. Seit Anfang Jahr setzt er sich aber mit fünf weiteren Personen in einer Projektgruppe für die Realisierung eines Coworking-Spaces in Steckborn ein.

Coworking - zusammen arbeiten

Der englische Begriff Coworking bedeutet «zusammen arbeiten». In einem sogenannten Coworking-Space werden Arbeitsplätze sowie die nötige Infrastruktur wie Internetanschluss, Drucker, Telefone und Sitzungszimmer zur Verfügung gestellt.

Dank dieser Entwicklung arbeiten Personen mit unterschiedlichen Hintergründen unabhängig von einander an demselben Ort. Daneben können auch gemeinsame Projekte entstehen und Synergien genutzt werden. Die Arbeitsplätze werden vermietet. (rha)

Unterdessen ist eine passende Liegenschaft an der Kirchgasse 17 gefunden, und der Stadtrat hat die Anschubfinanzierung von 16'800 Franken gesprochen. Der Betrag entspricht der Miete der Liegenschaft für ein Jahr. So lange wird der Probebetrieb dauern. «Das Ziel ist, dass das Projekt anschliessend selbsttragend ist.»

Möblierung durch Sponsoren

Der Probebetrieb startet am 3. Januar 2019. Aktuell ist die Projektgruppe auf der Suche nach Sponsoren – für die Möblierung. Insgesamt sollen sechs Arbeitsplätze entstehen.

Zudem wird es ein Sitzungszimmer geben und einen Lounge-Bereich. Füllemann sagt aber:

«Wir wollen den Coworking-Space aber nicht fixfertig einrichten.»

Sie wollten flexibel bleiben. «Damit wir reagieren können, falls sich während des Probebetriebs zeigt, dass die Nachfrage grösser ist.»

Jonas Füllemann, Stadtrat Steckborn (Bild: PD)

Jonas Füllemann, Stadtrat Steckborn (Bild: PD)

Das Projekt soll den Einwohnern von Steckborn, aber auch aus umliegenden Gemeinden, ermöglichen, in der Nähe des Wohnorts zu arbeiten. «Der Pendlerstrom nimmt immer mehr zu», sagt Füllemann, «dem wollen wir entgegenwirken.»

Das Projekt bietet für Steckborn Vorteile. Denn die Stadt sei zwar schön zum Wohnen, aber schon ein wenig «nebet usse». Dank eines Coworking-Spaces könne man beispielsweise einen Tag pro Woche in der Region arbeiten. «Eine Art Homeoffice, aber eben doch nicht zu Hause», sagt Füllemann.

Der grosse Unterschied besteht für ihn darin, dass man sich in einem Coworking-Space mit anderen austauschen kann. «Auf diese Weise können auch Synergien genutzt werden.» Unterstützt wird die Stadt in dieser Sache vom Kanton und dem Coworking-Netzwerk VillageOffice. Dieses berät Gemeinden in der ganzen Schweiz.

«Es war uns wichtig, dass die Preise fair sind»

Die Arbeitsplätze können gemietet werden. «Zudem gibt es die Möglichkeit, einen Probetag zu buchen», sagt Füllemann, «inklusive Einführung». Ein Halbtag kostet 20 Franken, unbegrenzter Zugang 380 Franken pro Monat. Dazwischen gibt es verschiedene Modelle. Was die Preise betrifft, habe man sich an anderen Coworking-Spaces in der Region orientiert. Hierzu sagt Füllemann:

«Es war uns wichtig, dass die Preise fair sind.»

Das Angebot soll sich aber nicht nur auf Arbeitsplätze beschränken. Die Infrastruktur soll auch Vereinen zur Verfügung gestellt werden. «Wir wollen, dass es lebt», sagt Füllemann.

Umso grösser sei die Freude, dass die Liegenschaft mitten in der Altstadt liegt. Dadurch solle auch das lokale Gewerbe unterstützt werden. «Vielleicht holt sich ja der eine oder andere einen Znüni beim Beck oder kauft auf dem Nachhauseweg einen Blumenstrauss bei der Floristin.»

Und obwohl Füllemann selber keinen der Arbeitsplätze nutzen können wird: «Das Sitzungszimmer werde ich mit Sicherheit buchen.»

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