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«Puzzlen ist eine Art Meditation»: Zwei junge Aadorferinnen setzten Puzzle mit über 40'000 Teilen zusammen

Jessica Stillhart und Bianca Künzli haben eines der grössten Puzzles der Welt zusammengesetzt. Es zeigt Disney-Sujets und ist so gross, dass die beiden Frauen sich darauflegen können. Eine grössere Herausforderung finden sie derzeit allerdings nicht mehr.

Janine Bollhalder
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Bianca Künzli und Jessica Stillhart auf ihrem Puzzle.

Bianca Künzli und Jessica Stillhart auf ihrem Puzzle.

Bild: PD

Sieben Meter lang, rund zwei Meter hoch und 20 Kilo schwer – das sind die Masse des Puzzles, das Jessica Stillhart und Bianca Künzli zusammengesetzt haben. Es zeigt Disney-Sujets und zählt mit seinen 40'320 Teilen als eines der grössten Puzzles der Welt. Für die beiden Aadorferinnen ein Meilenstein, denn ihr zuvor grösstes Puzzle hatte 5000 Teile.

«Wir haben schon immer gerne Gesellschaftsspiele gespielt und gepuzzlet», sagt Stillhart. Dutzende kleinere Puzzles seien schon entstanden. Das Puzzle mit den Disney-Sujets haben sie und ihre Freundin bei der Suche nach einer grösseren Herausforderung im Internet entdeckt, bei einem gängigen Buchhändler. «Wir dachten: ‹Warum nicht?›, und haben zugeschlagen», sagt Stillhart. Angekommen ist das Puzzle mit über 40'000 Teilen per Post in einer grossen, schweren Kiste.

Sortieren für den Erfolg

Das Puzzle ist aufgeteilt in zehn Sujets, die unter anderem Mogli, Bambi sowie die Schöne und das Biest zeigen. «Jedes Sujets hat rund 4000 Teile», sagt Stillhart. Diese Teile waren in zehn Plastiksäcklein abgefüllt. Als Unterlage haben die Freundinnen Holzfaserplatten gekauft, die leicht zu transportieren sind, aber dennoch stabil genug, um das Puzzle zu tragen.

Bianca Künzli und Jessica Stillhart und das Disney-Puzzle.

Bianca Künzli und Jessica Stillhart und das Disney-Puzzle.

Bild: PD

Bevor es mit dem Zusammensetzen losging, hat Stillhart jeweils einen Abend lang die Teilchen sortiert. Ränder, Sterne, Filmrollen. Die 31-Jährige sagt:

«Wir haben erst eine Vorgehensweise finden müssen, die für uns beide funktioniert.»

Sie achte beim Puzzlen auf die Form der Teile, ihre Freundin auf die Farbe. So kam es, dass Stillhart sich primär mit den Sternen und Rändern beschäftigt hat, während Künzli die farbigen Figuren legte. «Danach haben wir zusammen die Lücken gefüllt.»

Auf die Technik kommt es nicht an

Wichtigste Eigenschaften fürs Puzzlen: Disziplin und Durchhaltevermögen. Stillhart erzählt, dass Freunde helfen wollten und Puzzlesäcke mitgenommen haben, um eines der Sujets zu legen. Doch so weit sei es nicht gekommen. Die Freundinnen haben das Puzzle somit primär über eine Zeitspanne von 15 Monaten alleine zusammengesetzt. Ihr Tipp:

«Zu Beginn die Teilchen gut sortieren. Und nicht aufgeben, auch wenn man mal eine halbe Stunde kein Teilchen hat legen können.»

Die Freundinnen haben das Puzzle vor der Pandemie bestellt und angefangen. «Puzzlen ist eine Art Meditation», sagt Stillhart, «man sitzt über eine längere Zeit ruhig da und konzentriert sich.» Sie, die als Operationsfachfrau arbeitet, könne beim Puzzlen den Kopf abschalten und an nichts anderes als das Sujet vor sich denken. Geredet haben die Freundinnen beim Puzzlen nicht viel, oftmals sei eine einfach zu folgende Serie im Hintergrund über den Fernsehbildschirm geflimmert.

Stillhart und ihre Freundin wollten ein schwarz-weisses Puzzle beginnen, haben dieses Vorhaben aber nach einiger Zeit aufgegeben.

«Aktuell haben wir das Puzzlen abgeschlossen.»

Kleinere Puzzles reizen die Freundinnen nicht mehr und ein Puzzle in der gleichen Grössenordnung, oder gar grösser, das ihnen gefällt, haben sie bislang nicht gefunden. «Jetzt können wir ja wieder etwas machen, an den See oder in die Badi gehen», sagt Stillhart und ergänzt mit einem Lachen: «Oder voll konzentriert Serien schauen.»

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