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Freistellung des Vizerektors: PHTG-Mitarbeitende sind verunsichert

Die Freistellung des Vizerektors Matthias Begemann löst in der Belegschaft der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) Besorgnis aus. Diese äussern sie in einem Brief. Auch aufs politische Parkett kommt der Fall.
Sebastian Keller
Unterrichtmaterial in einem Schulzimmer an der Pädagogischen Hochschule Thurgau. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

Unterrichtmaterial in einem Schulzimmer an der Pädagogischen Hochschule Thurgau. (Bild: Thi My Lien Nguyen)

An der Pädagogischen Hochschule Thurgau (PHTG) schweben Fragezeichen durch den Campus. Auslöser ist die Freistellung von Matthias Begemann. Vergangene Woche berichtete diese Zeitung, dass sich die Schule vom langjährigen Vizerektor und Prorektor Lehre trennt. Begründet wurde dies mit «grundlegenden Meinungsverschiedenheiten» und «unüberbrückbaren Differenzen».

Die genauen Gründe für seine Freistellung bleiben aber bis heute unklar. Begemann sagte dieser Zeitung, er hätte gerne weitergearbeitet. Nun haben 63 Mitarbeitende einen Brief an Hochschulleitung und Hochschulrat geschrieben, er liegt dieser Zeitung vor.

Matthias Begemann. (Bild: Screenshot Webseite)

Matthias Begemann. (Bild: Screenshot Webseite)

Es mache sie «betroffen, schockiert uns und wirft grundlegende Fragen zur Zusammenarbeits-, Debattier- und Konfliktkultur auf». Sie fragen auch, welche Konsequenzen die Rektorin, die verbleibende Hochschulleitung und der Hochschulrat ziehen. Sie fordern, «diesen für uns nicht nachvollziehbaren Entscheid transparent zu begründen». In einem weiteren Schreiben äussern auch die Abteilungsleitenden des Akademischen Personals ihre Besorgnis. «In vielen Gesprächen haben wir erfahren, wie unsere Mitarbeitenden verunsichert sind.» Bereits seien «Spaltprozesse im Kollegium erkennbar».

Munz: «Mit der Situation ist niemand glücklich»

Zu den inhaltlichen Gründen für die Trennung darf Hochschulratspräsident Hans Munz zum Schutz der Persönlichkeitsrechte keine Angaben machen. Auf die Frage, ob es Meinungsverschiedenheiten zwischen Rektorin Priska Sieber und Vizerektor Matthias Begemann gegeben habe, sagt er: «Es geht um die Funktionsfähigkeit der Hochschulleitung.» Mehr dürfe er nicht sagen.

Im Rahmen des Zulässigen sei der Hochschulrat bemüht, Fragen zu klären und Unsicherheiten aus der Welt zu räumen. «Dafür habe ich in den vergangenen Tagen persönliche Gespräche und mehrere lange Telefongespräche geführt sowie E-Mails beantwortet.» Am Dienstag fand eine Informationsveranstaltung statt, an der rund 80 Mitarbeitende teilgenommen haben. «Es wurden viele Fragen gestellt», sagt Munz. «Es gab Votanten, die sich beim Hochschulrat bedankt haben, dass er Verantwortung übernimmt.» Munz betont: «Mit der Situation ist niemand glücklich – aber nun wollen wir in die Zukunft schauen.»

GP-Kantonsrat Peter Dransfeld reicht Vorstoss ein

Unter dem Titel «PH Thurgau: Ein blauer Brief und viele Fragen» hat Peter Dransfeld (GP, Ermatingen) am Mittwoch einen Vorstoss eingereicht. Er erkundigt sich bei der Regierung, ob sie Kenntnis von Verfehlungen des Betroffenen habe, die eine sofortige Freistellung rechtfertigen würden. Zudem fragt der Kantonsrat, ob sie das Vorgehen juristisch wie politisch als korrekt und zielführend erachte. Und ob die Regierung im Fall von Zweifeln bereit sei, die Sache extern prüfen zu lassen.

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