Thurgau
Freilandhaltung von Schweinen in Kalchrain: Zuversicht am runden Tisch

Der Kanton Thurgau entwickelt Musterunterstände für die Freilandhaltung von Nutztieren.

Thomas Wunderlin
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Der Wetterschutz der Schweine und anderer Tiere in Freilandhaltung soll nicht den Landschaftsschutz unterlaufen..

Der Wetterschutz der Schweine und anderer Tiere in Freilandhaltung soll nicht den Landschaftsschutz unterlaufen..

Andrea Stalder

Am Montag haben sich die Interessensvertreter erstmals zu einem runden Tisch zum Thema Freilandhaltung zusammengesetzt. Die Teilnehmer seien sich einig, dass eine Lösung für den ganzen Kanton gefunden werden kann, teilte am Dienstag das Thurgauer Amt für Raumentwicklung mit.

Das Problem sind die mobilen Rundbogenzelte des kantonalen Betriebs in Kalchrain, die gemäss Amt für Raumentwicklung nicht in das empfindliche Landschaftsbild passen. Nun werden Musterunterstände gesucht, die für Rinder, Schweine, Schafe und Geflügel geeignet sind.

Bewilligungen für Rundbogenzelte möglich

Die zuversichtliche Einschätzung wurde auf Anfrage von drei Teilnehmern bestätigt. «Schön, dass wir miteinander nach Lösungen suchen», sagt Andrea Näf-Clasen, Leiterin des Amts für Raumentwicklung. Das Thema Freilandhaltung sei grundsätzlich «vollständig unbestritten, auch von meiner Seite».

Andrea Näf-Clasen, Amt für Raumentwicklung.

Andrea Näf-Clasen, Amt für Raumentwicklung.

Andrea Stalder

Das Amt für Raumentwicklung habe auch schon Rundbogenzelte bewilligt, allerdings nur an sogenannt vorbelasteten Standorten. Wenn etwa auf einem Hof schon drei Scheunen stünden, werde ein solches Zelt in der Nachbarschaft eher bewilligt als in der freien Landschaft.

«Wir finden eine Lösung, aber wir brauchen dafür Fachleute», sagt Daniel Vetterli, Co-Präsident des Verbands Thurgauer Landwirtschaft.

«Wir hatten keinen Stallbauer dabei.»

Er persönlich wünsche sich eine Freigrenze für kleinere Unterstände, für die es keine Bewilligung brauche, sagt Vetterli.

Für Toni Kappeler, Präsident von Pro Natura, ist der Landschaftsschutz wichtig. Die mobilen Rundbogenzelte seien ein Ärgernis wie Heuballen und Remisen. «Man hat gemerkt, ein Kompromiss ist möglich. Es wollen ja alle Freilandhaltung.»