Frauenfelder Verkehrsknoten wegen Bauarbeiten zwei Monate gesperrt

Um den Übergang für Fussgänger zu verbessern, gestaltet der Kanton den Verkehrsknoten beim Erchingerhof um. Gleichzeitig bekommen die beiden Bushaltestellen behindertengerechte Einsteigekanten. Während der Bauarbeiten im März/April ist die Kreuzung gesperrt.

Stefan Hilzinger
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Projektleiter Jürg Schär erklärt die geplanten Arbeiten. Der Fussgängerstreifen rückt wenige Meter stadteinwärts und erhält eine Mittelinsel.Bild: Donato Caspari

Projektleiter Jürg Schär erklärt die geplanten Arbeiten. Der Fussgängerstreifen rückt wenige Meter stadteinwärts und erhält eine Mittelinsel.Bild: Donato Caspari

«Wir könnten morgen loslegen», sagt Jürg Schär, Projektleiter beim Kantonalen Tiefbauamt. Denn vor kurzem hat der Thurgauer Regierungsrat Tiefbauarbeiten im Umfang von knapp 290'000 Franken vergeben. Die Rede ist von der Umgestaltung des Verkehrsknotens zwischen Erchinger- und Konsumhof.

Dort am Kreuzungspunkt der Zürcherstrasse als Hauptverkehrsache mit der Erchinger-, der Mühletobel- und der Ringstrasse kann es zu Stosszeiten schon hektisch und unübersichtlich werden. Der Kanton schreibt in einer Medienmitteilung:

«Die zahlreichen Ein- und Abbiegemanöver sowie unübersichtliche Situationen bei der Bushaltestelle gefährden die Sicherheit der Fussgänger.»

Nun nicht gerade sofort, aber doch schon Ende Februar/Anfang März nächsten Jahres beginnen die Bauarbeiten, die rund zwei Monate dauern werden. Dann wird der Kanton den Fussgängerstreifen wenige Meter stadteinwärts verlegen und mit einer Fussgängerinsel versehen. «Dann haben die Passanten in der Strassenmitte einen geschützten Wartebereich», sagt Projektleiter Schär. Dadurch verkürzt sich die Einspurstrecke zur Ringstrasse geringfügig.

Der grössere Eingriff ins Strassenbild ist dann die Umgestaltung der beiden Bushaltestellen, die behindertengerecht umgebaut werden, wie es das Gesetz verlangt. Auf Seite Konsumhof, dem Sitz des Bezirkgerichts, wird die Trottoirkante auf 22 Zentimeter erhöht, um das Ein- und Aussteigen in den Bus zu erleichtern.

Stadtbus hält künftig beidseitig auf der Strasse

Die Bucht für die Haltestelle auf Seite Erchingerhof verschwindet und der Strassenverlauf verschiebt sich leicht. Künftig halten die Stadtbusse auch dort auf der Strasse, wie es bereits vis-à-vis der Fall ist. «Es ist für Busse schwierig und besonders während Stosszeiten auch gefährlich, sich wieder in den Verkehrsfluss einzuordnen», sagt Schär. Auch hier hat die Einsteigekante künftig eine Höhe von 22 Zentimetern.

Den Strassenkörper erneuert der Kanton komplett. Im Zuge der Bauarbeiten führt die Stadt zudem Unterhaltsarbeiten an den Ver- und Entsorgungsleitungen durch.

Anspruchsvolle Umleitungen

Rein baulich seien die Arbeiten «keine Wahnsinnssache», sagt Projektleiter Schär. Die grössere Herausforderung sei es gewesen, den Verkehr darum herum zu planen. Es habe sich gezeigt, dass die Bauarbeiten nicht unter Verkehr ausgeführt werden können. Daher bleibt der betreffende Abschnitt der Zürcherstrasse während der Bauarbeiten für den Verkehr komplett gesperrt. Die Mühletobel- und Ringstrasse werden ebenfalls seitens Zürcherstrasse gesperrt. Der Verkehr sowie auch die Stadtbusse werden lokal umgeleitet.

Sofern die Witterung im März und April 2019 mitspielt, ist der Spuk nach acht Wochen wieder vorbei. Denn wohl schon kurze Zeit später steht Frauenfeld die nächste grosse Baustelle ins Haus: Die Sanierung der St. Gallerstrasse beim Feuerwehrdepot.

Mit Bundesgeldern

Die Gesamtkosten für die Sanierung der Kreuzung beim Erchingerhof betragen 470'000 Franken, einen Teil davon übernimmt die Stadt Frauenfeld. Im Rahmen des Agglomerationsprojektes «Langsamverkehr» beteiligt sich auch der Bund an den Ausgaben, und zwar mit 165'000 Franken – weil der Abschnitt für Fussgänger und Velofahrer attraktiver und sicherer wird. (hil)

FRAUENFELD: Wissen, wo der Bagger gräbt

Seit kurzem führt das städtische Tiefbauamt eine Online-Karte mit geplanten und aktuellen Strassenbauprojekten. Sie zeigt auch, wo es wegen privaten Projekten zu Sperrungen und Umleitungen kommt, wie etwa derzeit an der Zeughausstrasse.
Stefan Hilzinger