Frauenfelder Turnfabrik wächst ab sofort acht Meter gen Osten

«Wir sind immer noch da.» Unter diesem Motto ist am Mittwoch der Spatenstich des Projekts «Turnfabrik Plus» vonstatten gegangen.

Claudia Koch
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Der Spatenstich, ausgeführt von Roger Zuber, Präsident Verein Turnfabrik, Walter Gunterswiler, Präsident Stiftung Turnfabrik, Bauunternehmer Stefan Geiges, Urs Dünnenberger, Projektteam Bau sowie Bauunternehmer Mathias Tschanen.

Der Spatenstich, ausgeführt von Roger Zuber, Präsident Verein Turnfabrik, Walter Gunterswiler, Präsident Stiftung Turnfabrik, Bauunternehmer Stefan Geiges, Urs Dünnenberger, Projektteam Bau sowie Bauunternehmer Mathias Tschanen.

(Bild: Claudia Koch)

Fast auf den Tag genau vor acht Jahren erfolgte der Spatenstich für die bestehende Turnfabrik. «Dieser wurde damals mit vielen Kindern gefeiert», erinnerte sich Urs Dünnenberger, Verantwortlicher Bau im Projektteam der Turnfabrik Plus, wehmütig. Ganz anders die Situation diesmal am 1. April an der Frauenfelder Hummelstrasse.

In verordnetem Abstand, aber voller Zuversicht und Elan, treffen sich die Verantwortlichen und die Bauunternehmer zum bedeutsamen Spatenstich. Nötig wird die Erweiterung um acht Meter laut dem Marketingverantwortlichen Roman Strupler, weil die Trainingsintensität gestiegen und die Mitgliederzahl angewachsen ist.

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des Erweiterungsprojekts «Turnfabrik Plus».

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des Erweiterungsprojekts «Turnfabrik Plus».

(Bild: PD)

Da der Anbau um 2,5 Meter höher als die bestehende Halle wird, können dort die Schaukelringe installiert werden. «Damit wird die Sicherheit erhöht», ergänzt Vereinspräsident Roger Zuber.

Innenausbau durch Eigenleistung

Das angrenzende Fussballfeld hätte wohl Platz für einen grösseren Anbau geboten. «Das stimmt», bestätigt Zuber. Aber man wollte in erster Linie die Qualität hoch- und die Finanzierung im Auge behalten, sagt Zuber. Das Land erhielt die Stiftung Turnfabrik von der Stadt Frauenfeld im Baurecht. Die angestrebte Raumgrösse ist laut Zuber so ausgelegt, dass der Betrieb der Turnfabrik in allen Bereichen seriös weitergeführt kann.

Während der Anbau von lokalen Bauunternehmen umgesetzt wird, soll der Innenausbau durch Eigenleistung erfolgen. Konkret sollen etwa einfache Holzarbeiten, Gerätebauten und das Verlegen von Filzmatten von Vorstandsmitgliedern und weiteren helfenden Händen ausgeführt werden. Für diese Arbeiten werden laut Strupler die Sommerferien angepeilt. Sollten verschärftere Massnahmen des Bundes keinen Baustopp verlangen, kann der Turnbetrieb nach den Sommerferien, eventuell schon in der letzten Ferienwoche, wieder gestartet werden.

Kontakt trotz Krise aufrechterhalten

Der Spatenstich ist in der aktuellen Situation weit mehr als ein symbolischer Akt. Er soll ein Zeichen setzen für alle Mitarbeitenden und Mitglieder, dass es mit der Turnfabrik weitergeht. «Wir sind immer noch da», lautet das Motto. Um den Kontakt, insbesondere zu den Kindern, nicht zu verlieren, hat sich der Verein laut Zuber etwas Besonderes einfallen lassen:

«Via die sozialen Medien beschäftigen wir die Kinder zu Hause.»

Stiftungspräsident Walter Gunterswiler fügt an: «Die Turnhalle wird gemäss Rückmeldungen kurzerhand in die Stube oder den Keller verlegt.» Gunterswiler nutzt die Gelegenheit, um sich für die finanzielle Unterstützung zu bedanken und für weitere Spenden zu werben. Eine tolle sowie lukrative Aktion war etwa ein Handstandlauf im Februar, bei dem die Athletinnen und Athleten 65'000 Franken für die «Turnfabrik Plus» erzielten.