Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Frauenfelder Stadtrat beantragt für 2019 eine höheren Steuerfuss

Die Einnahmen und die Ausgaben in der Thurgauer Hauptstadt sind weiterhin nicht im Lot. Wegen höherer Ausgaben unter anderem im Sozialwesen und wegen hoher Investitionen - Stichwort Neubau Hallenbad - will der Stadtrat den Steuerfuss im kommenden Jahr um zwei Prozentpunkt erhöhen. Das Stadtparlament entscheidet im Dezember.
Stefan Hilzinger
Finanzchef Reto Angehrn und Stadtpräsident Anders Stokholm stellen die Bugdetzahlen 2019 vor. (Bild: Stefan Hilzinger)

Finanzchef Reto Angehrn und Stadtpräsident Anders Stokholm stellen die Bugdetzahlen 2019 vor. (Bild: Stefan Hilzinger)

Das macht kein Politiker gerne, ein FDP-Mann schon gar nicht: Doch Stadtpräsident Anders Stokolm gab am Mittwoch vor den Medien bekannt, dass die Steuern im nächsten Jahr um zwei Prozentpunkte von derzeit 60 auf neu 62 Prozent ansteigen soll. Mit den so geschaffenen 1,2 Millionen Franken Mehreinnahmen gleicht der Stadtrat die Ausgaben aus, die stärker steigen als die Einnehmen. Zwar prognostiziert die Stadt auch nächstes Jahr höhere Steuereinnahmen, dies dank zunehmender Bevölkerungszahl und dank leicht höherer Steuerkraft, doch auf der anderen Seite entstehen auch höhere Kosten, unter anderem im Sozialwesen, wo die Stadt mit Mehrkosten von knapp einer Millionen Franken gegenüber 2018 rechnet.

Weiterhin hohe Investitionen

Stark zu Buche schlagen die weiterhin sehr hohen Investitionen von etwas mehr als 10 Millionen Franken. Im Budget eingerechnet sind die erwarteten Einnahmen aus dem Landverkauf an die Firma Twerenbold (2,9 Millionen) und eine Einlage von 1,3 Millionen Franken in die Vorfinanzierung des Hallenbades. Die Vorfinanzierung sei nötig, aber nur möglich, wenn der Steuerfuss angehoben wird, sagten Finanzchef Reto Angehrn und Stadtpräsident Anders Stokholm. Letztlich könne die Stadt unter dem Strich einen Überschuss von knapp 240'000 Franken budgetieren.

Langfristig droht Nettoverschuldung

Die Erhöhung des Steuersatzes sei jetzt notwendig, um zu verhindern, dass die Stadtrechnung ein Defizit von mehr als zwei Millionen Franken ausweist. Dies ist laut Stadtpräsident Anders Stokholm die Schmerzgrenze, andernfalls drohe der Stadt mittelfristig eine Verschuldung. Derzeit weist die Stadtkasse ein Nettovermögen von gut 32 Millionen Franken aus. Auch sei dank höherer Steuern gewährleistet, dass die Stadt keine Dienstleistungen abbauen müssen, denn das gelte es zu meiden. Eine Verschuldung droht weiterhin latent, weil auch künftig hohe Investitionen vorgesehen sind, welche die Stadt nur zu einem kleinen Teil mit eigenen Mitteln stemmen kann.

Die Erhöhung des Steuerfuss war bereits im Finanzplan angekündigt. Seit 1999 ging der städtische Steuerfuss um 23 Prozentpunkte zurück. Die letzte Senkung erfolgt 2012 um drei Punkte. Will die Sekundarschulgemeinde den Steuerfuss auf kommendes Jahr um zwei Prozentpunkte senken will, bleibe für den Steuerzahler die Rechnung unter dem Strich die gleiche. «Das ist ein glücklicher Zufall», sagt Stadtpräsident Anders Stokholm.

Verzögerung beim Twerenbold-Deal verschlechtert Jahresergebnis 2018

Gegen den Landverkauf an das Reise- und Transportunternehmen Twerenbold läuft eine Unterschriftensammlung. Weil die Stadt den Landhandel nicht wie erhofft schon in diesem Jahr abschliessen kann, verschlechtert sich das Resultat der Jahresrechnung 2018. Hier rechnet die Stadt nun mit einem Defizit von rund einer Millionen Franken. Budgetiert war ein Überschuss von 240'000 Franken. Die Volksabstimmung über den Landhandel ist voraussichtlich im Februar 2019.

77 Millionen Betriebsaufwand

Der betriebliche Aufwand der Stadt Frauenfeld laut Budget 2019 beträgt 77,2 Millionen Franken (Budget 2018: 74,8 Millionen Franken). Als betrieblicher Ertrag erwartet die Behörde 74,9 Millionen Franken (Budget 2018: 73,2 Millionen). Die Betriebsrechnung schliesst mit einem budgetierten Defizit von 2,3 Millionen Franken ab. Dank eines erwarteten Netto-Finanzertrags von 2,5 Millionen Franken (etwa aus Mieteinnahmen) und eines weiteren ausserordentliches Ertrags von 82'000 Franken rechnet die Stadtverwaltung letztlich mit einem Überschuss von 235'525 Franken. (hil)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.