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Frauenfelder Stadtpräsident Stokholm zum Ja für Busbahnhof: «Ich habe mit einem Behördenreferendum gerechnet.»

Der Frauenfelder Gemeinderat hat am Mittwochabend einem Grundstückverkauf für 5,7 Millionen Franken an den Reiseveranstalter Twerenbold trotz Widerstand von Anwohnern grossmehrheitlich zugestimmt. In der Gemeinderatssitzung hagelte es aber auch viel Kritik. Stadtpräsident Anders Stokholm zeigt sich erleichtert über die Mehrheit, auch wenn das Projekt immer noch nicht ganz in trockenen Tüchern ist.
Samuel Koch
Auf der heute noch unbebauten Parzelle im Westen Frauenfelds soll unter anderem ein Busterminal sowie eine Überbauung mit Wohnungen entstehen. (Bild: Donato Caspari)

Auf der heute noch unbebauten Parzelle im Westen Frauenfelds soll unter anderem ein Busterminal sowie eine Überbauung mit Wohnungen entstehen. (Bild: Donato Caspari)

Herr Stokholm, sind Sie erleichtert?

Ja. Ich bin zufrieden, dass der Grundstückverkauf im Gemeinderat auf eine doch deutliche Mehrheit gestossen ist.

Frauenfelds Stadtpräsident Anders Stokholm. (Bild: Andrea Stalder)

Frauenfelds Stadtpräsident Anders Stokholm. (Bild: Andrea Stalder)

Nach der Schlussabstimmung war Ihnen die Freude anzusehen.

Ja, denn ich habe mit einem Behördenreferendum gerechnet. Jetzt bin ich froh, dass wir die Hürde im Gemeinderat erfolgreich überspringen konnten.

Trotzdem gab es teils heftige Kritik aus dem Rat.

Das ist Teil des politischen Geschäfts.

Versteht der Stadtrat den Antrag von CH-Gemeinderat Elio Bohner, für Kostenmieten eine Anpassung im Vertrag zu erreichen, als Affront?

Die Verhandlungen mit Twerenbold sind eine operative Angelegenheit. Dass es bei solchen Entscheiden zwischen Legislative und Exekutive zum Seilziehen kommt, ist nichts Abnormales. Allerdings ist es unrealistisch zu erwarten, dass ein Gewerbler Kostenmiete ermöglicht, trägt er doch alleine das Risiko.

Inwiefern war bei Twerenbold diese Risikobereitschaft spürbar, trotz der Unsicherheit in Planung zu investieren und eine Anzahlung zu leisten?

Twerenbold will nebst Wil einen zweiten Standort in der Ostschweiz, um verkehrstechnisch nicht vom Nadelöhr Zürich abhängig zu sein. Er ist überzeugt, dass er ein gutes Projekt vorlegt, das die Risiken wert ist.

Wie kann man sich die Verhandlungen mit Twerenbold vorstellen?

Es gab immer wieder Gespräche. Bei den Verhandlungen loteten beide Parteien die Grenzen ihrer Möglichkeiten aus. Dazwischen diskutierten wir das Geschäft auch immer wieder im Stadtrat.

Bei einem Nein stünden im Budget 2018 rote statt schwarzen Zahlen.

Ja, zudem hätten wir zwei Millionen aus dem Grundstückgewinn nicht als Abschreiber fürs Hallenbad verwenden können. Allerdings standen die finanziellen Auswirkungen bei uns nicht im Vordergrund. Die Hauptargumente waren die Zonenkonformität und das Wachstum bei den Arbeitsplätzen.

Nun untersteht das Geschäft noch dem fakultativen Referendum.

Wir sind gespannt, ob die Anwohner für die Argumente Verständnis aufbringen werden. Die Hürde, 500 Stimmberechtigte zu finden, ist nicht sehr hoch.

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