Frauenfelder Stadtmusik: Ein musikalischer Steigerungslauf

Am Wochenende spielte die Frauenfelder Stadtmusik ihr Programm in der evangelischen Stadtkirche. Rund 60 Musikerinnen und Musiker verzauberten mit ihren Blasinstrumente die zahlreichen Besucher. 

Andreas Taverner
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Die Stadtmusik in der evangelischen Stadtkirche. (Bild: Andreas Taverner)

Die Stadtmusik in der evangelischen Stadtkirche. (Bild: Andreas Taverner)

«Das war eine trockene Luft, ich habe einen halben Liter getrunken.»

Das stellte am Wochenende ein Bläser nach dem ersten von zwei Kirchenkonzerten der Stadtmusik Frauenfeld fest. Nach über einer Stunde war das musikalische Programm in der evangelischen Stadtkirche verklungen. Das Konzert spannte den Bogen von der eindrucksvollen Ouvertüre «Transcendent Journey» bis zum Hauptwerk «Variazioni Sinfoniche». Die Anstrengungen der Musiker hatten sich gelohnt, wie die Aussage einer jungen Besucherin zeigte:

«Ich fand das letzte Stück vor der Zugabe besonders schön»

Ihr gefiel besonders, die Musiker zu beobachten, wie sie die diversen Instrumente abwechselnd und doch sehr präzise spielten, wie sie erklärte.

Rund 60 Musiker und Musikerinnen spielten in der evangelischen Stadtkirche. (Bild: Andreas Taverner)

Rund 60 Musiker und Musikerinnen spielten in der evangelischen Stadtkirche. (Bild: Andreas Taverner) 

Im besagten Stück Variazioni Sinfoniche su «Non Potho Reposare» von Hardy Mertens, einem holländischen Komponisten, ging es um die grosse Arbeitslosigkeit in Sardinien in den 1950er-Jahren und wie die nach Holland ausgewanderten Italiener an ihre Heimat erinnert wurden. Umgesetzt wurde das anspruchsvolle Stück von den rund 60 Musikern unter der Leitung von Dirigent Thomas Fischer mit markigen Klängen und Instrumentenvariationen.

Ein Feuerwerk von Klang und Emotionen

Indem das Konzert mit einem wunderbaren Flötensolo von Andrea Körner begann, steigerte es sich und entwickelte sich je länger je mehr sich zu einem Feuerwerk von Klang und Emotionen bis zu einem grossartigen Finale. An dessen Ende wurden all jene Besucher, die ins Träumen geraten waren, unsanft durch mehrere Paukenschläge in die Gegenwart zurückgeholt. Es folgte ein gespanntes Warten mit erwartungsvollen Blicken zur Bühne. Und es gab sie noch, die Zugabe: das «Poco Allegretto», aus der 3.Sinfonie von Johannes Brahms.