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Frauenfelder Kulturtag überzeugt mit grosser Vielfalt

Der zweite Frauenfelder Kulturtag lockte am Samstag Hunderte zu den 47 Angeboten von Malerei und Musik bis Theater und Literatur.
Andreas Taverner
Silvia Peters von der Frauenfelder Bildschule schaut sich mit einer Besucherin die Porträts von Frauenfelder Schülerinnen und Schülern an. (Bild: Andreas Taverner)

Silvia Peters von der Frauenfelder Bildschule schaut sich mit einer Besucherin die Porträts von Frauenfelder Schülerinnen und Schülern an. (Bild: Andreas Taverner)

Gegen 50 Angebote zählte der zweite Frauenfelder Kulturtag vom frühen Samstagmorgen bis tief in die Nacht hinein. Die Thurgauer Zeitung liess ihren Korrespondenten für den Bericht eine Auswahl von 6 aus 47 treffen, fast wie beim Zahlenlotto. Im Gegensatz zum Glücksspiel war bei dem kulturellen Anlass ein persönlicher Gewinn aber garantiert.

Talbachkreisel als Dorfplatz

Fiona Käppeli. (Bilder: Andreas Taverner)

Fiona Käppeli. (Bilder: Andreas Taverner)

Im «Suure Winkel» präsentiert das Café des Visions seine Vorschläge für ein verändertes Frauenfeld dem breiten Publikum. Gestartet ist das Projekt am Mitsommerfest im Juni. Auf einer 4,2 mal 2,5 Meter grossen Tafel sind nun viele der gesammelten Wünsche aus der Bevölkerung aufgezeichnet. Unter anderem sind die Bewohner der Quartiere gefragt worden, was sie sich für ihren Ort wünschten oder wie er gestaltet werden sollte. Fiona Käppeli, die in der Nähe des Talbachkreisel wohnt, wünscht sich, dass der Kreisel zu einem Dorfplatz umfunktioniert würde. Wer keine Möglichkeit hatte, den Stand zu besuche, kann dies am Nachtlabor vom am 24. Oktober nachholen.

Bilder, die an früher erinnern

Sämi Schmid.

Sämi Schmid.

Für Sämi Schmid, der 47 Jahre als Pöstler in Frauenfeld gearbeitet hat, sind viele der Bilder, die im Bernerhaus ausgestellt sind, nicht unbekannt. Der Kunstverein Frauenfeld zeigt dort Werke von Martha Haffter. Die Ausstellung vereint rund 90 Gemälde und Zeichnungen. Einige davon kennt Schmid aus seiner ehemaligen Pöstler Laufbahn. Er erinnert sich: «Das Restaurant Hohenzorn, das es auf diesem Gemälde zu sehen ist, gibt es nicht mehr», bemerkt der neugierige Besucher. Es wurde 1999 abgebrochen, um zwei modernen Wohnblöcken Platz zu machen. Er selbst sagt, dass er sich als Teil von Frauenfeld fühle: «Ich habe noch einen Bezug zu gewissen Bildern.»

Spannende Suche nach Noten

Nelly Graf.

Nelly Graf.

Wer hat die Noten der Stadtmusik verschwinden lassen? Diese Frage versucht am Nachmittag Detektiv Allegro, gespielt von Thomas Götz, in der Konvikthalle auf den Grund zu gehen. Gerne unterstützen ihn die Kinder tatkräftig mit, indem sie mit lautstarken Hinweisen mithelfen, die zehn Rätsel zu finden, die bei den Musikern als Papierrollen versteckt sind. Bei jedem Rätsel muss eine Frage zur Musik beantwortet werden. «Lustig, fröhlich und lehrreich für alle», zieht Nelly Graf aus Frauenfeld am Schluss Bilanz. «Dirigent und Detektiv waren spitze!», freut sich die rüstige Dame. Sie kam an den Anlass am Kulturtag, weil ihre beiden Enkelkinder in der Stadtmusik mitspielen.

Raupe reist zum Regenbogen

Soraya Kaschani.

Soraya Kaschani.

Mara Lüthi-Fröschlin erzählt in der Galerie z-art selbsterdachte Märchen. Um 13 Uhr ist das Kindermärchen von der kleinen Raupe an der Reihe. Kleine und grosse Zuhörer haben sich auf Stühle und Kissen gesetzt. Alle, um sich von der Magie des Märchens gefangen nehmen zu lassen. Galeristin Berta Waldburger begleitet die Geschichten auf dem Kontrabass, was für zusätzlichen Zauber sorgt. Genau hören die Kinder zu, wie sich die Raupe in einem Schmetterling verwandelt. Soraya Kaschani aus Schaffhausen würde es der Raupe am liebsten gleichtun. «Ich möchte auch auf einen Regenbogen reisen und soweit schauen können, dass ich die Sterne beobachten kann.»

Hunderte von bunten Porträts

Urs Stuber.

Urs Stuber.

Urs Stuber aus Frauenfeld wurde die Auswahl unter den Bildern und Porträts, die rund 300 Kinder der dritten bis sechsten Klasse an der Bildschule gemalt haben, nicht leicht gemacht. «Die 3./4. Klässler machen mehr aus den Eigen- und Fremdporträts als die 5./6. Klässler», stellt er fest. So findet er, dass den Jüngeren der Umgang mit Farbe besser gelungen ist. «Bei den schwarz-weissen Zeichnungen die Indianer darstellen, muss man viel mehr überlegen beim Malen», findet er. Voll des Lobes ist Nonna. «Unglaublich was Kinder mit Künstlern herausgeholt haben», bemerkt sie bewundernd. Zufrieden ist auch Silvia Peters, Präsidentin der Bildschule: «Wir hatten gut 200 Besucher.»

Karneval der Tiere auf der Orgel

Irma Sell.

Irma Sell.

Einer der ersten Anlässe war derjenige der Evangelischen Kirchgemeinde um zehn Uhr. Musiziert wurde «Der Karneval der Tiere». Mit ihrer Mutter verfolgte auch Irma Sell aus Frauenfeld die Aufführung in der Kirche. «Mir gefiel es gut», meint sie am Schluss. «Besonders den Esel fand ich interessant.» Bewundernd bemerkt sie, wie eine der sechs Sprecherinnen den Mut hatte, vor fast voller Kirche Texte von Loriot aufzusagen. Sie erklären die Rollen der Tiere. «Wäre ich vorne gestanden, hätte ich grosses Herzklopfen gehabt», meint sie. Schade findet sie, dass auf der Leinwand nicht die Tiere, sondern stets Organist Christoph Lowis gezeigt wurde.

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