Frauenfelder Kultur im Dutzend

Am nächsten Samstag findet nach 2017 der zweite Frauenfelder Kulturtag statt mit gegen 50 kulturellen Anlässen in allen Sparten der Kunst

Stefan Hilzinger
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Einige der Köpfe hinter dem Kulturtag: Hans Bissegger (Kunstverein), Beni Pfister (Konzertgemeinde), Stadtpräsident Anders Stokholm, Jens Renn, Petra Cambrosio (beide Eisenwerk) und Otmar Dossenbach (Kunstverein) (Bild: Stefan Hilzinger

Einige der Köpfe hinter dem Kulturtag: Hans Bissegger (Kunstverein), Beni Pfister (Konzertgemeinde), Stadtpräsident Anders Stokholm, Jens Renn, Petra Cambrosio (beide Eisenwerk) und Otmar Dossenbach (Kunstverein) (Bild: Stefan Hilzinger

Das Wichtigste im Programmheft ist in der Mitte: Der Stadtplan, auf dem alle Kulturorte am zweiten Frauenfelder Kulturtag vom Samstag, 28. September, eingezeichnet sind. «Die Gäste dürfen im ganzen Stadtgebiet pendeln, von einem Ort zum anderen und mit den Kulturschaffenden ins Gespräch kommen», sagt Hans Bissegger.

Der Frauenfelder Architekt gehört als Vertreter des Kunstvereins Frauenfeld zum fünfköpfigen OK des zweiten Frauenfelder Kulturtages. Von morgens um 10 Uhr bis spät in die Nacht läuft wiederum sehr viel, wie der Blick ins rote Heft zeigt. «Es sind vier Dutzend Veranstaltungen und, davon ein Dutzend für Kinder und Familien», quantifiziert dies Stadtpräsident Anders Stokholm anlässlich der Vorstellung des Progamms am Freitag im Eisenwerk.

In nahezu allen Sparten finden die Besucherinnen und Besucher ein Angebot. Der Anlass soll die Schwellenangst nehmen, mal eine Galerie, einen Theaterraum oder einen Konzertsaal zu betreten. Hans Bissegger sagt:

«Der Anlass beweist, dass es einfach nicht stimmt, dass in Frauenfeld nichts los ist.»

Das Eisenwerk ist einer von zwei Hotspots des Kultursamstags. Gleich fünf Anlässe finden dort statt. Eisenbeizer Jens Renn etwa lädt zum Biersilverster ein. «Mit der Hopfenernte endet das Braujahr, und die Brauer feiern diesen Übergang», sagt Renn. Thurtalbräu zeigt die Kunst des Brauens. Im Eisenwerk gibt es etwa auch Theater für die ganze Familie oder als Höhepunkt am Abend ein Konzert mit Lina Button.

Ein weiterer Hotspot ist das Historische Museum mit ebenfalls fünf Anlässen. Mit Ausnahme der Kapelle Bruder Klaus liegen alle Veranstaltungsorte auf Fussdistanz im Stadtzentrum. Alle Anlässe sind kostenlos, auch dank eines Beitrags der Stadt an die Veranstaltung. Sie soll nun alle zwei Jahre stattfinden. «Schade ist einzig, da wir Veranstalter am Samstag kaum Zeit finden, die anderen Anlässe zu besuchen», sagt Bissegger.

Etwas Hilfe bei der Qual der Wahl

Ob Chorgesang, Kino, Malerei oder Literatur: Die 47 Angebote am zweiten Frauenfelder Kulturtag stellen die Besucher buchstäblich vor die Qual der Wahl. Daher hier eine zwangsläufig willkürliche Entscheidungshilfe:

Für Kinder für 5 Jahren: Lesung mit der in Deutschland lebenden brasilianischen Kinderbuchautorin Eymard Toledo, 11 bis 12.30 Uhr, Kantonsbibliothek.

Währendessen für die Eltern: Jazzkonzert mit den «Soundwirts», 11.30 bis 12.15 Uhr in der Alten Kaplanei.

Für Cineasten: «Die fruchtbaren Jahre sind vorbei», Film und Gespräch, 17 bis 19 Uhr, Cinema Luna.

Für Nachtschwärmer: «Träzbäz», Downtempo und House, aufgelegt von Resident DJs, 21 bis 2 Uhr im Kulturlokal Kaff an der Grabenstrasse. (hil)
Hinweis

Das vollständige Programm des Kulturtags gibt es unter www.frauenfelder-kulturtag.ch.