Frauenfelder Kirchgemeinden sammeln fürs Recht aufs eigene Saatgut

Die Arbeitsgruppe der Frauenfelder Kirchgemeinden präsentiert das Thema der diesjährigen Ökumenischen Kampagne.

Claudia Koch
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Die Arbeitsgruppe von Fastenopfer und Brot für alle der Kirchgemeinden im Garten des Klösterli mit Fiona Käppeli und Katharina Portmann vom OGIF (kniend links).

Die Arbeitsgruppe von Fastenopfer und Brot für alle der Kirchgemeinden im Garten des Klösterli mit Fiona Käppeli und Katharina Portmann vom OGIF (kniend links).

(Bild: Claudia Koch)

Am Aschermittwoch beginnt die Fastenzeit. Damit startet auch die Ökumenische Kampagne von Fastenopfer und Brot für alle, für die eine siebenköpfige Arbeitsgruppe ein vielfältiges Programm erarbeitet hat. Gemeinsam für eine Landwirtschaft, die unsere Zukunft sichert, lautet das Motto. «Dabei wird der Fokus auf das Saatgut und dessen gerechte Verteilung gelegt», sagt Christof Kaiser.

Zukunft der Indigenen sichern

Immer mehr internationale Saatgutkonzerne dominieren den weltweiten Handel und behindern so die Züchtung und Verteilung des Saatguts durch Kleinbauern. Diese setzen sich mit ihrem überlieferten Wissen für Artenvielfalt ein und wehren sich damit gegen Monokulturen, die durch Dürren oder Überschwemmungen infolge des Klimawandels gefährdet sind. Deshalb soll das Recht der Kleinbauern aufs eigene Saatgut unterstützt werden.

Die Frauenfelder Kirchgemeinden sammeln für ein Projekt in Guatemala, das die Kultur der indigenen Bevölkerung stärkt und ihnen ihre Rechte sowie den Anspruch auf staatliche Dienstleistungen aufzeigt. Ihre traditionellen Anbaumethoden sollen für mehr Einkommen und eine sichere Zukunft sorgen. Passend zum Thema Saatgut sind auch Fiona Käppeli und Katharina Portmann vom Verein Offenes Gärtnern in Frauenfeld (OGIF) dabei. Sie bauen seit letztem Jahr im Garten des Klösterli Knackerbsen, Andenbeere und Gurken an, um damit eigenes Saatgut zu gewinnen.

Start traditionell mit ökumenischem Gottesdienst

Die Anlässe zur Fastenzeit starten mit einem ökumenischen Gottesdienst. Laut René Oettli findet auch ein Gospelworkshop vom 13. bis 15. März statt. Ein spezielles Augenmerk wünscht sich Vreni Dietemann für zwei bewährte Aktionen: Die Rosenaktion am 21. März und die Brotaktion, bei der die Bäckereien Stähli und Truniger sowie der Sonne-Beck bis 12. April beteiligt sind.

Vielfältiges Programm

Ökum. Gottesdienst, 1. 3., 10.30 Uhr, evang. Stadtkirche. Kurzandachten von 2. 3. - 4. 4., Mo-Sa, 10 Uhr, kath. Stadtkirche. Jassturnier, 11. 3., 19.30 Uhr, evang. Kirchgemeindehaus. Gesprächsabend, 23. 3., 19.30 Uhr, Kulturkeller Alte Kaplanei. Suppentage am 14., 21., 28. 3., 11.30 bis 13 Uhr, kath. Pfarreizentrum. Mehr Infos: www.evang-frauenfeld.ch, www.kath-frauenfeldplus.ch. (clk)