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Frauenfelder Kantischüler können bald kreativ: Ab Sommer 2020 gibt es den Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten

Standortaufwertung: Die Kantonsschule Frauenfeld führt im Gymnasium auf nächstes Schuljahr Bildnerisches Gestalten als Schwerpunkt ein. Dahinter steckt die Hoffnung auf steigende Schülerzahlen.
Mathias Frei
Schülerinnen und Schüler vor dem Neubau der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: PD/Kanti Frauenfeld)

Schülerinnen und Schüler vor dem Neubau der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: PD/Kanti Frauenfeld)

Was Kreuzlingen kann, kann bald auch Frauenfeld. Bisher war die Pädagogische Maturitätsschule in Kreuzlingen die einzige Mittelschule, die Bildnerisches Gestalten als Schwerpunktfach anbieten konnte. Das ändert sich auf das Schuljahr 2020/21. «Wir bauen an der Kanti Frauenfeld im Gymnasium das Angebot der Schwerpunktfächer aus und nehmen Bildnerisches Gestalten auf», erklärt Kantirektorin Chantal Roth. Diese Aufwertung sei ein wichtiger Schritt für die Kanti Frauenfeld. Zweifellos gewinnt die Mittelschule in der Kantonshauptstadt so an Attraktivität.

«Damit können wir in der gymnasialen Ausbildung das kreative Moment stärker fördern.»

Darüber hinaus erhofft sich Roth mit diesem Angebotsausbau auf längere Sicht einen Anstieg der Schülerzahlen.

Chantal Roth, Kantirektorin. (Bild: PD)

Chantal Roth, Kantirektorin. (Bild: PD)

Bildnerisches Gestalten wurde an der Kanti bislang als Grundlagenfach angeboten. Heisst konkret: Im ersten und zweiten von vier Jahren standen für alle Gymnasiasten je zwei Semesterlektionen in der Stundentafel. Neu können sich die Schüler ab dem zweiten Jahr auch vertieft kreativ betätigen. Die Schwerpunktfächer nehmen ab dann zwischen vier und fünf Semesterlektionen ein. Für die Kanti Frauenfeld heisst das, dass die Erstklässler 2020/21 im folgenden Schuljahr erstmals Bildnerisches Gestalten im Schwerpunkt belegen können.

Blick von den Sportanlagen auf den Altbau der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: PD/Kanti Frauenfeld)

Blick von den Sportanlagen auf den Altbau der Kantonsschule Frauenfeld. (Bild: PD/Kanti Frauenfeld)

Neu sieben statt bisher sechs Schwerpunktfächer

Neu haben Gymeler in Frauenfeld also noch ein wenig mehr die Qual der Wahl. Nebst Physik und Anwendungen der Mathematik, Biologie und Chemie, Latein, Italienisch, Spanisch sowie Wirtschaft und Recht gibt also bald auch Bildnerisches Gestalten. Möglich macht dies eine Anpassung in der regierungsrätlichen «Verordnung über die Maturitätsabteilung an den thurgauischen Kantonsschulen», die auf kommendes Schuljahr aktiv wird. Im Übrigen wird auch Russisch in den Kanon der Schwerpunktfächer aufgenommen. Die Anpassung ermögliche den Thurgauer Mittelschulen, ihr Profil zu schärfen, erklärt Roth.

FMS wird berufsspezifischer

Nebst den Änderungen auf gymnasialer Stufe werden auch in der Fachmittelschule (FMS) umfangreiche Neuerungen auf das Schuljahr 2020/21 aktiv. Einerseits wird der berufsspezifische Fächeranteil in dieser Ausbildung (Übertritt nach der dritten Sekundarklasse, dreijährig mit Fachmittelschulausweis oder vierjährig mit Fachmatura) stark erhöht. Andererseits bietet die Kantonsschule Frauenfeld in der FMS ein neues Kombi-Berufsfeld, nämlich Gesundheit/Naturwissenschaften.

Thomas Moll, FMS-Abteilungsleiter. (Bild: PD)

Thomas Moll, FMS-Abteilungsleiter. (Bild: PD)

Bislang gab es die Berufsfelder Soziale Arbeit, Kommunikation und Information sowie das Kombi-Berufsfeld Gesundheit/Pädagogik. Letzteres war stark auf Pflegeberufe fokussiert. Beim neuen Kombi-Berufsfeld Gesundheit/Naturwissenschaften stehen nun Laborberufe in angewandter Biologie oder Chemie im Zentrum, daneben könnte das neue Berufsfeld aber auch Richtung Architektur, Bauingenieurwesen und Ernährungsberatung führen. Damit geht auch die Neuerung einher, dass im Berufsfeld Gesundheit statt des 24-wöchigen Pflegepraktikums nun auch ein gleichlanges Laborpraktikum absolviert werden kann.

«Die FMS wird damit ein wenig mehr männerfreundlich», sagt Thomas Moll, Abteilungsleiter der FMS. Insgesamt werde der Frauenanteil aber auch in Zukunft höher sein. Wie Abteilungsleiter Moll erklärt, nimmt die Kanti Frauenfeld bei der Neukonzeption der FMS-Ausbildung eine Pionierrolle ein. «Dieser Lehrgang war schon immer einer starken Dynamik unterworfen.» Denn hierbei spiele auch eine Rolle, welche Qualifikationen der Arbeitsmarkt von den Absolventinnen und Absolventen der FMS verlange. (ma)

Ihren Ursprung hat die Neuerung in der Mittelschulstrategie, die der Regierungsrat vor gut zwei Jahren publizierte. Eben dieses Papier gesteht den Schulen mehr Autonomie zu in der Ausgestaltung des Schulbetriebs. Mehr Flexibilität sollen die Mittelschulen auch bei der Stundentafel bekommen. Gesetzlich vorgegeben ist eine Minimal- und Maximalstundenzahl pro Fach. Insgesamt werden Frauenfelds Gymnasiasten pro Semester nicht mehr als 35 Lektionen haben.

Aufstockung der Informatiklektionen

Teil einer nationalen Reform der Gymiausbildung ist die Stärkung der Informatik. Auch diese Neuerung wird auf 2020/21 aktiv. Bislang hatte man in den ersten beiden Semestern je eine Informatiklektion. Das wird ausgebaut auf insgesamt acht Semesterlektionen, verteilt auf die vier Jahre. Durch Umverteilung bei den Semesterstundentafeln müssen andere Fächer in Frauenfeld nicht kürzertreten. Lediglich das bisherige Grundlagenfach Religionslehre/Philosophie wird in eine neue Form überführt.

Weiter gibt es eine Neukonzipierung der Sonderwochen, abgestimmt auf das Förderprogramm Steps. Zudem werden neu längere individuelle Sprachaufenthalte möglich für die Gymnasiasten. Im vierten Jahr gibt es zwei Zeitfenster. Ein Sprachaufenthalt dauert minimal vier Wochen, kann aber bis zu neun Wochen lang sein, wenn man bereit ist, die Sommerferien anzurechnen.

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