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Frauenfelder ist der beste Schweizer Schieferstein-Werfer: «Es braucht Technik und Kraft»

Schweizer Meister im Schieferstein-Werfen: So darf sich Claudio Künzli neuerdings nennen. Der 25-jährige Securitas-Angestellte aus Frauenfeld hat am Ermatinger Open mit 13 Hüpfern über 71 Meter den Sieg geholt.
Samuel Koch
Claudio Künzli nimmt die Gratulationen vom Ermatinger Gemeindepräsidenten Urs Tobler entgegen. (Bild: PD)

Claudio Künzli nimmt die Gratulationen vom Ermatinger Gemeindepräsidenten Urs Tobler entgegen. (Bild: PD)

Frauenfeld ist nicht bekannt für einen See in unmittelbarer Nähe.

Claudio Künzli: Das stimmt. Wenn ich aber mal am See bin und geeignete Steine sehe, bleiben diese nicht lange liegen.

Und jetzt sind Sie Schweizer Meister, eine besondere Ehre?

Ich habe mich sehr gefreut über den Titel. Im September an der Weltmeisterschaft auf der schottischen Kleininsel Easdale dabei zu sein, freut mich noch mehr.

Für alle Schieferstein-Wurf-Laien: Wie gut sind 13 Hüpfer über 71 Meter?

An den fünf bisherigen Schweizermeisterschaften hat es bisher noch keine Versuche über eine Länge von 80 Metern gegeben.

Was zählt mehr, Anzahl Hüpfer oder die Länge?

Entscheidend ist die Länge. Bedingung ist aber auch, dass der Stein mindestens dreimal hüpfen muss. Ist die Distanz von einem zum anderen Hüpfer zu lang, versinkt der Stein. Mit nur drei Hüpfern kommt man also kaum auf eine Länge von 71 Metern.

Wie trainieren Sie?

Am besten spielt man schon als Kind viel in der Natur. Wer sich früh koordinative Fähigkeiten aneignet, ist später klar im Vorteil. Übung macht bekanntlich den Meister. Zudem trainiere ich fünfmal pro Woche Leichtathletik. Speerwerfen ist meine stärkste Disziplin.

Was spielt eine grössere Rolle, Kraft oder Technik?

Das Zusammenspiel ist entscheidend. Wenn der Stein mit zu viel Kraft abgegeben wird, springt er oft zur Seite weg. Wer den Stein technisch sauber und mit wenig Kraft abgibt, schafft viele Hüpfer, jedoch keine guten Weiten.

Wie sind Sie zum Schieferstein-Werfen gekommen?

Mein Vater hat es mir gezeigt auf unseren Ausflügen irgendwo am See. Er hat übrigens in der Kategorie Ü60 gewonnen mit 13 Hüpfern und 53 Metern Distanz.

Welche Chancen rechnen Sie sich in Schottland aus?

Kräftemässig bin ich gut ausgestattet. Mit der Verbesserung der Technik und ein wenig Glück liegt eine gute Platzierung durchaus drin.

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