Frauenfelder Hallenbad-Neubau: An einem Infoabend der Stadt auf der Suche nach kritischen Stimmen vor der Abstimmung

Wenig Interesse: Neun Interessierte fanden sich am Montagabend zur ersten Informationsveranstaltung betreffend Hallenbad-2020-Projekt im Frauenfelder Rathaus ein.

Mathias Frei
Drucken
Teilen
Eine Visualisierung des Hallenbad-Neubaus: der Eingangsbereich.

Eine Visualisierung des Hallenbad-Neubaus: der Eingangsbereich.

(Bild: PD)

Stadtrat Fabrizio Hugentobler ist sich bewusst: Solche Infoveranstaltungen, wie eine am Montagabend zum Hallenbad-Neubau stattgefunden hat, seien nicht sexy. Und dann noch die Coronaverschärfungen des Bundes. So finden denn auch nur neun Interessierte und zwei Journalisten den Weg in den Grossen Bürgersaal im Rathaus. Nach einer engagiert-­routinierten Soloshow von Hugentobler, dem Badileiter Andreas Frei zur Seite steht, drei Inputs in der Fragerunde und 53 Minuten später ist die Information zu Ende. Einzelne haben da noch nicht mal ihr Mineralwasserfläschli leergetrunken.

«Wir wollen Ihnen Fakten vermitteln – was heute ist und was wir planen.»
Stadtrat Fabrizio Hugentobler an der Infoveranstaltung im Rathaus.

Stadtrat Fabrizio Hugentobler an der Infoveranstaltung im Rathaus.

(Bild: Mathias Frei)

Das sagt Hugentobler am Anfang. Am Schluss fragt er in die Runde, wie die Stimmungslage sei. «Man hört eben nichts. Uns wären auch kritische Stimmen wichtig.» Aber die fehlen zumindest an diesem Abend. Es geht bei den Fragen vielmehr darum, was passiert, wenn das Frauenfelder Stimmvolk am 29. November Nein sagt zum 39,338-Millionen-Kredit. Ob dann irgendwann eine Zwangsschliessung drohe? Ein anderer Votant interessiert sich zum Beispiel für die Grünflächen. «Gibt es neu mehr Beton?» Oder wie das dann für die Schulklassen und Vereine sei. Hugentobler bedauert die voraussichtliche Badischliessung von zwei Jahren, falls das Stimmvolk Ja sagt. Mögliche Provisorien seien geprüft worden. «Aber Kosten und Nutzen würden in keinem Verhältnis stehen», sagt der Vorsteher des Departements für Werke, Freizeitanlagen und Sport.

Eine Visualisierung des Hallenbad-Neubaus: der Eingangsbereich: Blick vom Sportbecken Richtung Hallenbad.

Eine Visualisierung des Hallenbad-Neubaus: der Eingangsbereich: Blick vom Sportbecken Richtung Hallenbad.

(Bild: PD)

Man sei darauf bedacht gewesen, mit dem Neubau allen einen Mehrwert zu bieten, den Schwimmern, aber auch den Familien. Doch man habe nicht alles ins Projekt reinpacken können, sonst wären es 60 Millionen geworden.

«Es gab Wünschenswertes, das wir leider streichen mussten.»

Zweiter Infoabend: Mi, 11.November, 19 Uhr, Rathaus. Anmeldung erwünscht über frauenfeld.ch/infohallenbad