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Frauenfelder Geschäftshaus steht seit Jahren zu über einem Zehntel leer

Im Multiplex im Frauenfelder Langdorf stehen seit Jahren Gewerbeflächen leer. Von einem Überangebot will die Stadt nichts wissen, obwohl sich weitere Geschäftshäuser im Bau befinden.
Samuel Koch
Ein Schild weist auf Leerflächen hin. (Bild: Samuel Koch)

Ein Schild weist auf Leerflächen hin. (Bild: Samuel Koch)

Über ein Zehntel der Fläche des Multiplex’ an der Langfeldstrasse 26 im Frauenfelder Langdorf steht leer. Deshalb prangt am Geschäftshaus ein Plakat der Frauenfelder Marthaler Immobilien AG: «Erstvermietung: Büro- und Ladenflächen.» Kein Grund zur Sorge, wenn der Multiplex mit Migros und SportXX im Erdgeschoss nicht schon vor über drei Jahren seine Türen geöffnet hätte.

Kunde springt kurzfristig ab

Richard Nägeli, Verwaltungsratspräsident der Eigentümerin namens Langfeld AG. (Bild: Nana do Carmo)

Richard Nägeli, Verwaltungsratspräsident der Eigentümerin namens Langfeld AG. (Bild: Nana do Carmo)

«Ja, wir haben eine Restfläche an Büroräumlichkeiten zu vermieten», meint Richard Nägeli, Verwaltungsratspräsident der Eigentümerin namens Langfeld AG. Im ersten Obergeschoss stehen sogar über tausend Quadratmeter Ladenfläche zum Vermieten, die seit der Eröffnung im April 2016 noch gar nie genutzt wurde.

Wie Nägeli erzählt, sei dort analog zum Erdgeschoss der Einzug eines sogenannten Ziehladens vorgesehen gewesen. «Leider ist uns dieser Kunde kurzfristig abgesprungen», meint Nägeli, der die jährliche Miete dieser Ladenfläche auf zirka 200'000 Franken beziffert. Insgesamt weist der Multiplex rund 10'000 Quadratmeter Miet- und Verkaufsfläche auf, unter anderem zogen nach der Eröffnung auch Stellen der Kantonsverwaltung hinein, etwa das Migrationsamt oder das Tiefbauamt.

Stadt macht unvollständige Erhebungen

Wegen des Leerstandes geht die Eigentümerin derzeit über die Bücher und gedenkt, die Ladenfläche demnächst in Büroräume zu ändern. Dazu benötige es aber laut Nägeli noch eine Fassadenänderung, die derzeit in der ersten Etage noch ohne Fenster ausgestattet ist. In Frauenfeld sei es zuletzt schwieriger geworden, Gewerbeflächen zu veräussern, meint Nägeli. Und die Problematik dürfte sich mit der Goldäcker-Überbauung an der Oststrasse in unmittelbarer Nähe noch akzentuieren.

Heinz Egli, Amt fuer Stadtentwicklung und Standortförderung Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

Heinz Egli, Amt fuer Stadtentwicklung und Standortförderung Frauenfeld. (Bild: Reto Martin)

An ein Überangebot glaubt Heinz Egli indes nicht. «In der Schlossmühle etwa wird ja sogar noch investiert», meint der Leiter Amt für Stadtentwicklung und Standortförderung. Vom dauerhaften Leerstand im Multiplex wusste die Stadt bisher nichts. Sie macht ausser Recherchen leerstehender Gewerbeflächen unter anderem auf Internetportalen nur unvollständige Erhebungen für Büroflächen.

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