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Frauenfelder Firma macht mit Kunst auf sich aufmerksam

Für den Schiebefensterhersteller Sky-Frame aus Frauenfeld hat der Zürcher Architekt und Designer Stephan Hürlemann einen besonderen Auftritt für die Designmessen in London und Mailand entworfen
Dieter Langhart
Die Idee von Sky-Frame visuell und akustisch erlebbar: Die Installation «A Piece of Sky» an der Milan Design Week. (Bild: PD)

Die Idee von Sky-Frame visuell und akustisch erlebbar: Die Installation «A Piece of Sky» an der Milan Design Week. (Bild: PD)

Unübersehbar ist sie für den, der mit der Bahn von Frauenfeld Richtung Weinfelden fährt: die Silhouette von Sky-Frame. Die Firma, Weltmarktführerin für rahmenlose Schiebefenstersysteme, will die Grenze zwischen innen und aussen aufheben, will Räume ineinanderfliessen lassen, statt sie zu trennen. Nur – wie präsentiert man diese Idee im Markt? Wie zeigt man etwas, das an sich unsichtbar ist? Wie macht man seine Marke verständlich?

CEO Beat Guhl hat den Zürcher Designer Stephan Hürlemann gebeten, für Sky-Frame ­einen Auftritt an der jährlichen Designwoche Mailand zu entwerfen. Nicht umsonst Hürlemann, denn er ist vergangenes Jahr für seine Installation «Giants with Dwarf» für Horgenglarus mit dem Milano Design Award für die innovativste Präsentation einer Marke ausgezeichnet worden.

Eine Geschichte, die weitererzählt wird

Designer und Architekt Stephan Hürlemann. (Bild: PD/Manuel Rickenbacher)

Designer und Architekt Stephan Hürlemann. (Bild: PD/Manuel Rickenbacher)

Was war Stephan Hürlemanns Idee? «Ich wollte dem Besucher eine emotionale Begegnung mit der Marke Sky-Frame bieten. Und zwar nicht, indem ich die Produkte von Sky-Frame zeige, sondern ein Erlebnis biete, das in Erinnerung bleibt.» Die grosse Herausforderung für Hürlemann sei es gewesen, ein Konzept zu entwickeln, das es schafft, mit einfachen und klaren räumlichen Strukturen positive Emotionen zu wecken. Sky-Frame sei schon seit jeher eine innovative Marke und habe, als sie mit Hürlemann am Designers’ Saturday in Langenthal die Installation «Night of Fullmoon» zeigten, gepunktet.

Wie ging der Designer diesmal vor? «Wir wollten auch hier eine Geschichte erzählen, die weitererzählt wird. Im Zentrum steht der Claim der Firma ‹A view, not a window›», sagt Hürlemann und weiter:

«Dieses Mal schenken wir dem Besucher die schöne Aussicht auf die Erde vom All aus. Mit 'A Piece of Sky' holen wir ein Stück Himmel nach Mailand herunter.»

Stephan Hürlemann nahm einen Perspektivenwechsel vor. Er entwarf einen sechseckigen Spiegeltrichter, in den der Besucher tritt. Im Innern eröffnet sich ihm eine gigantische Sphäre, eine Kugel, die in den buntesten Farben leuchtet. Es ist, als ob man vom Weltall aus auf die Erde hinab blickt. Mit einer Steuerung am Boden wechselt die Farbe. Unterstützt wird das sphärische Raumerlebnis durch den Klang, der das Innere des Trichters zum Vibrieren bringt – es ist das Rauschen der Erde. Die Nasa hat die elek­tromagnetischen Schwingungen, erzeugt von der Erdrotation, in hörbare Frequenzen umgewandelt.

Vom Mut in die Marke zu investieren

«Wir schicken die Leute auf eine emotionale Reise», sagt Stephan Hürlemann. 2018 wurde «A Piece of Sky» erstmals an der Clerkenwell Design Week in London gezeigt. In Mailand war die Installation in erweiterter Form in einer verlassenen Lagerhalle unter dem Hauptbahnhof zu sehen. Beiderorts löste die Installation beachtliches Medienecho aus; in Mailand standen die Besucher bis zu zwei Stunden an, um in den Himmel zu kommen. «Beat Guhl von Sky-Frame hatte den Mut, in seine Marke zu investieren», sagt Stephan Hürlemann. «Dieser Mut hat sich ausgezahlt.»

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