Frauenfelder FDP steht hinter dem Landverkauf für geplanten Busbahnhof

Der vorgesehene Busterminal sei ein gutes Projekt am richtigen Ort, meint die Frauenfelder FDP-Stadtpartei. Der Stadtrat will ein Grundstück an der Ecke Sonnenhof-/Schaffhauserstrasse für 5,7 Millionen Franken an den Reiseveranstalter Twerenbold veräussern. Dagegen opponieren Anwohner und Politiker. Das letzte Wort hat der Gemeinderat an seiner Sitzung vom Mittwoch.

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Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des geplanten Twerenbold-Projekts mit Busterminal und Wohngebäude auf der Parzelle an der Ecke Sonnenhofstrasse/Schaffhauserstrasse aus nördlicher Sicht. (Bild: PD/Architektur Strut)

Die Visualisierung zeigt die Dimensionen des geplanten Twerenbold-Projekts mit Busterminal und Wohngebäude auf der Parzelle an der Ecke Sonnenhofstrasse/Schaffhauserstrasse aus nördlicher Sicht. (Bild: PD/Architektur Strut)

(pd) Die FDP-Stadtpartei begrüsst das Projekt der Firma Twerenbold an der Schaffhauserstrasse, wie die Partei mitteilt. Wohnungen, Arbeitsplätze im Dienstleistungsbereich und Reiseterminal passten genau an diesen Standort: Am Rande der Stadt, direkt zugänglich ab der Autobahn, gut erschlossen mit dem ÖV und in Übereinstimmung mit der Zonenordnung. Auch für die Anstösser erkennt die FDP einen Mehrwert: Durch die beiden geplanten Baukörper würde das dahinterliegende Wohnquartier besser vom Lärm der Schaffhauserstrasse und der dort ansässigen Gewerbebetriebe abgeschirmt.

An der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend wird über den Verkauf eines städtischen Grundstücks an Twerenbold beraten. Neu soll in Frauenfeld ein wichtiger Betriebsstandort entlang der Schaffhauserstrasse gebaut werden und damit bis zu 100 neue Arbeitsplätze geschaffen werden.

Bereicherung für Wirtschaftsstandort

Es sei nicht überraschend, dass ein Landverkauf an ein Reise-Unternehmen Diskussionen bei den Anwohnern auslösten. Die Fakten zeigten jedoch auf, dass dieses Projekt für diesen Standort geeignet sei und der Landverkauf deshalb im Interesse Frauenfelds sei. «Die Ansiedelung eines Unternehmens wie Twerenbold Service wäre für den Wirtschaftsstandort Frauenfeld eine Bereicherung und könnte die bröckelnden Wirtschaftsträger aus dem Detailhandel und der Industrie teilweise kompensieren.»

Zudem zähle das vorgesehene Projekt zu den «Gewerben mit mässigen Lärmemissionen». Die Schaffung von Arbeitsplätzen und die sinnvolle Nutzung von Baulandreserven seien Kernanliegen der FDP Frauenfeld. Der Erlös aus dem Grundstückverkauf könnte von der Stadt für wichtige Projekte eingesetzt werden, etwa die Erneuerung der Badi.

Frauenfelder Busterminal gerät ins Schlingern

Die Stadt Frauenfeld will ihr Grundstück im Westen der Stadt für 5,7 Millionen Franken an den Reiseveranstalter Twerenbold veräussern. Die Gruppierung «Chrampfe & Hirne» und Anwohner opponieren nun dagegen. An der Gemeinderatssitzung am 19. September fällt der Vorhang.
Samuel Koch