Frauenfeld
«Wir möchten den Stadtlauf virtuell realisieren»: Entscheidung für die genaue Gestaltung des 41. Stadtlaufs steht noch bevor

Der Frauenfelder Stadtlauf fällt Corona zum Opfer. Aufgeben will das Organisationskomitee um das Ehepaar Nicole und Philipp Lohri jedoch nicht. Zur Debatte steht eine Durchführung via App.

Janine Bollhalder
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Kinder mit ihren Eltern am Stadtlauf 2018. In diesem Jahr verhindert Corona den Stadtlauf abermals.

Kinder mit ihren Eltern am Stadtlauf 2018. In diesem Jahr verhindert Corona den Stadtlauf abermals.

Bild: Andrea Stalder (26.08.2018)

Der Frauenfelder Stadtlauf wird nicht durchgeführt. Zumindest nicht in physischer Art. «Wir möchten den Stadtlauf über drei Tage hinweg virtuell realisieren», sagt Philipp Lohri, der mit seiner Frau Nicole das Präsidium des Frauenfelder Stadtlaufs innehat. Wie genau diese virtuelle Durchführung aussehen wird, ist derzeit aber noch unklar.

Es handelt sich um den 41. Frauenfelder Stadtlauf, der sich nun dem Coronavirus beugen muss. Traditionell fände er am letzten Augustsamstag statt. Doch bereits im vergangenen Pandemiejahr musste der Lauf abgesagt werden, und auch derzeit gibt es aufgrund der Umstände keine Planungssicherheit. Dennoch sagt Lohri:

«Wir möchten den Leuten einen Laufanlass bieten und nicht einfach eine Absage erteilen.»

Für ihn geht es bei seinem Engagement auch um die Sponsoren des Stadtlaufs.

Kreativ-Team sucht Ideen für alternativen Stadtlauf

Wie genau diese Alternative zum physischen Stadtlauf aussehen wird, muss erst noch entschieden werden. Lohri berichtet, dass das OK eine Gruppe gebildet hat, welche Ideen zur alternativen Durchführung entwickelt. Die Entscheidung darüber wird an einer Sitzung Mitte Mai fallen. Wie der OK-Präsident jetzt aber schon sagen kann, wird der Lauf vermutlich über eine App zu den Teilnehmern kommen.

Nicht nur der Stadtlauf, sondern auch die sogenannten Side-Events müssen auf eine andere als die bisher gewohnte Weise stattfinden. Der Lauf «Wings for life», der am 9. Mai stattfindet, wird via App realisiert. Lohri sagt: «Unser Auftrag ist es, die Leute zur Bewegung zu animieren. Dies kann auch über die Technik erfolgen.»

Lohri und seine Frau sind selbst begeisterte Nutzer von Laufapps. «Diese Apps sind wie Pilze aus dem Boden geschossen und verbessern sich fortlaufend.» Er erzählt, dass es dank einer der Apps sogar möglich war, dass ein Freund von ihm aus Mexiko den Frauenfelder Stadtlauf absolvierte. Identisch sind die Strecken selbstverständlich nicht, doch die vorgegebene Distanz bleibt gleich – ob in Mexiko oder Frauenfeld.

Weitere Informationen zum Stadtlauf und den Side-Events unter: www.frauenfelder-stadtlauf.ch