FRAUENFELD
«Unser Projekt rückt in greifbare Nähe»: Wie das geplante Athletikzentrum die nächsten Hürden auf dem Weg ins Ziel nimmt

Für 2,2 Millionen Franken soll auf der Kleinen Allmend eine Halle für Leichtathleten entstehen. Eigentümerin ist demnächst eine Stiftung, Namensträger bald eine Bank.

Samuel Koch
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Am Ort auf der Kleinen Allmend, wo das Athletikzentrum dereinst stehen soll: Reto Inauen, Leiter Raiffeisenbank Frauenfeld, Stiftungsratspräsidentin Martina Pfiffner-Müller sowie René Strasser, Sportchef LC Frauenfeld.

Am Ort auf der Kleinen Allmend, wo das Athletikzentrum dereinst stehen soll: Reto Inauen, Leiter Raiffeisenbank Frauenfeld, Stiftungsratspräsidentin Martina Pfiffner-Müller sowie René Strasser, Sportchef LC Frauenfeld.

Bild: Samuel Koch

Die meisten Hürden sind gemeistert. Noch fehlt aber die wichtigste für die Realisierung des geplanten Athletikzentrums auf der Kleinen Allmend: die Zustimmung des Gemeinderates für den Baurechtsvertrag. Sagt das Stadtparlament Ja, soll auf dem nördlichen Teil der Frauenfelder Sportanlage entlang der Autobahn für 2,2 Millionen Franken eine Leichtathletikhalle entstehen, in der auch im Winter in unterschiedlichen Disziplinen trainiert werden kann.

Passend dazu lag beim Medientermin am Montag eine dünne Schneedecke auf dem Rasen, wo dereinst das vom Leichtathletikclub Frauenfeld (LCF) initiierte «Athletics-Center» stehen soll. Bis zum Entscheid im Rathaus wollen die Verantwortlichen weitere Vorbereitungen für die bevorstehende Gründung der tragenden und gleichnamigen Stiftung des «Athletics-Center» treffen. Martina Pfiffner-Müller, zukünftige Stiftungsratspräsidentin, sagt:

«Wir sind einen weiteren Meilenstein weiter, das Projekt rückt in greifbare Nähe.»
Martina Pfiffner-Müller, zukünftige Präsidentin Stiftung «Athletics-Center».

Martina Pfiffner-Müller, zukünftige Präsidentin Stiftung «Athletics-Center».

Bild: Kevin Roth

Nebst Pfiffner-Müller nehmen im Stiftungsrat vom LCF Jörg Engeler (aktueller Präsident), Roland Zürcher (ehemaliger Präsident), Adrian Stettler (ehemaliger Zehnkämpfer und Trainer) sowie Martin Hasenfratz von der ebenfalls am Projekt beteiligten Leichtathletik-Vereinigung Winterthur (LVW) Einsitz.

Nach dem Bau, voraussichtlich bis Ende Jahr, vermietet die nicht profitorientierte Stiftung die Halle an den LCF, die LVW sowie weitere weiter. «Die Halle soll auch anderen Vereinen zur Verfügung stehen», sagt Pfiffner-Müller. Für René Strasser, Sportchef beim LCF, bringt eine neue Infrastruktur nicht nur Erfolge im Spitzensport auf kantonaler, nationaler und sogar internationaler Ebene. «Das Projekt bewirkt auch Bewegung für die Masse», sagt er.

Die Visualisierung zeigt das geplante Athletikzentrum hinter der Tartanbahn auf der Kleinen Allmend.

Die Visualisierung zeigt das geplante Athletikzentrum hinter der Tartanbahn auf der Kleinen Allmend.

Bild: PD/Architektur
Innoraum

Ganz in trockenen Tüchern ist die Finanzierung des «Athletic-Centers» noch nicht, weshalb es noch nebst der politischen noch die finanzielle Hürde zu meistern gilt. Umso erfreuter sind Pfiffner-Müller und Strasser, dass sie mit der Raiffeisenbank eine Namenspartnerin bekanntgeben können. «Wir sind stolz und freuen uns sehr, für dieses Leuchtturmprojekt etwas Licht zu spenden», sagt Reto Inauen, Vorsitzender der Raiffeisen-Bankleitung. Wie viel Licht die Bank spendet, will er nicht sagen, es handle sich aber um einen tiefen sechsstelligen Betrag.

Zudem läuft bis Ende April noch das 333er-Spiel des LCF, womit nebst dem bereits von den Mitgliedern bewilligte Eigenkapital sowie weiteren zugesicherten Geldern aus Fremdkapital, Sportfonds und Partnern zusätzliche Kleinstspenden dafür sorgen sollen, dass nebst den letzten zu meisternden Hürden auch die Ziellinie überquert werden kann.

Gemeinderat hat das letzte Wort

Wie bereits für andere Infrastrukturen auf der Kleinen Allmend wie der Turnfabrik oder dem Schwingkeller soll die Stiftung «Athletics-Center» das Land für die 90 Meter lange und 15 Meter breite Halle mit Giebeldach zwischen der Tartanbahn und dem Parkplatz Thurstrasse dank eines für 33 Jahre gültigen Baurechtsvertrags mit der Stadt erhalten. Darüber entscheidet schliesslich der Gemeinderat an einer seiner nächsten Sitzungen. (sko)