Frauenfeld
«Stolz, einen Thurgauer an der Spitze zu haben»: Hiesige Offiziersgesellschaften feiern Dominik Knill als Präsidenten der Schweizer Dachgesellschaft

Der Frauenfelder Dominik Knill ist neuer Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG). Er nimmt die Gratulationen aus seinen Reihen entgegen und äussert klare Ziele.

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Dominik Knill, designierter Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft

Dominik Knill, designierter Präsident der Schweizerischen Offiziersgesellschaft

Bild: PD

Die Delegierten der Schweizerischen Offiziersgesellschaft (SOG) wählten Oberst Dominik Knill Ende August in Delémont zum Nachfolger von Oberst im Generalstab Stefan Holenstein. Die Freude über diese Wahl ist bei der Offiziersgesellschaft Frauenfeld gross. An der Wahlfeier in der Pizzeria Löwen gratulierten die Mitglieder. Hauptmann Hermann Lei, Vizepräsident und Präsident ad interim der Kantonalen Offiziersgesellschaft (KOG) sagte:

«Wir sind stolz, dass wir mit Dominik Knill einen Thurgauer an der Spitze der SOG haben.»

In der Geschichte der SOG ist Knill erst der zweite Thurgauer. Mit der Wahl Knills trat er mit sofortiger Wirkung als Präsident der KOG zurück. Oberstleutnant Valentin Hasler, CVP-Stadtrat aus Weinfelden, wird sich an der GV der KOG Thurgau am 7. Oktober zur Wahl ins Präsidium stellen, wie es in einer Mitteilung heisst.

Dominik Knill, der internationale Verkaufsdirektor einer optoelektronischen Firma im Rüstungsbereich, spricht von anspruchsvollen sicherheits- und staatspolitischen Aufgaben im Nebenamt der SOG. Wie der 63-Jährige ausführte, setzt sich die SOG für eine starke Luftwaffe ein und will verhindern, dass diese durch eine Initiative von Armeegegnern massiv geschwächt werde. Auch die Alimentierungsthemen von Armee und Zivilschutz sind prioritär. Knill sagte:

«Leider verliert die Armee noch immer zu viele fähige und wehrtaugliche Bürger an den Zivildienst.»

Er sprach sich für ein Sicherheitsdienstpflichtmodell aus, basierend auf dem Milizsystem. Die SOG unterstützt Frauenförderung mit dem Ziel, mehr Frauen für die Armee zu gewinnen. Dazu werde ein obligatorischer Orientierungstag angestrebt. Knill sagte: «Die SOG wird zwei echte Dienstpflichtvarianten vorschlagen und politische Vorstösse unterstützen, die eine starke und glaubwürdige Armee befürworten.» (red)

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