Frauenfeld speist Biogas aus Zuckerrüben ins Versorgungsnetz ein

Während einer Kampagne der Zuckerfabrik liefern die städtischen Werkbetriebe bis zu 6 Gigawattstunden Energie in Form von Biogas ins Gasversorgungsnetz.

Drucken
Teilen
Auf dem Zuckeri-Gelände: Stadtrat Fabrizio Hugentobler, Werksleiter Joachim Pfauntsch und Peter Wieland, Leiter Thurplus.

Auf dem Zuckeri-Gelände: Stadtrat Fabrizio Hugentobler, Werksleiter Joachim Pfauntsch und Peter Wieland, Leiter Thurplus.

Bild: PD

(pd) Täglich 10'000 Tonnen Zuckerrüben verarbeitet das Frauenfelder Werk der Schweizer Zucker AG. Der natürliche Zuckergehalt der Rüben liegt zwischen 15 bis maximal 20 Prozent. Bei der nachhaltigen Zuckergewinnung werden auch die verbleibenden 80 bis 85 Prozent der Rüben verwertet. Daraus entstehen wertvolle Rohstoffe wie Viehfutter, natürliche Düngemittel und auch Biogas, wie aus einer Mitteilung der Frauenfelder Werkbetriebe (neu: Thurplus) hervorgeht.

Um den Vorgang zu verstehen, muss man kein Biochemiker sein. In der Schule hat man gelernt: Pflanzen produzieren Sauerstoff und binden CO2. Wenn Pflanzenreste beispielsweise auf einem Komposthaufen verrotten, entsteht dort Wärme, und das CO2 wird wieder freigesetzt. «Die Verwertung der Zuckerrübenreste zu Biogas ist gewissermassen ein kontrollierter, kanalisierter Zwischenschritt im natürlichen CO2-Kreislauf», heisst es.

Thurplus informiert Frauenfelder Einwohner über verschiedene Angebote

Deshalb sei die Nutzung dieser pflanzlichen Energie in Form von Biogas ökologisch und ökonomisch sinnvoll. Bei der Gewinnung von Biogas geschieht somit etwas Ähnliches wie auf dem Kompost, nur auf einem Umweg. Die im Biogas gespeicherte Energie, pro Rübenkampagne bis zu sechs Gigawattstunden, kann so im Versorgungsnetz von Thurplus transportiert und dort bezogen werden, wo sie benötigt wird.

Bei der Verbrennung von Biogas zum Kochen oder Heizen entsteht Wärme, und das CO2 wird wieder freigesetzt. Das Frauenfelder Biogas aus Zuckerrübenresten sei besonders nachhaltig, denn es werde aus Abfallprodukten aus der Region vor Ort ohne Transportwege gewonnen und direkt ins Versorgungsnetz eingespeist. Die Frauenfelder Einwohner können dieses Biogas direkt bei Thurplus beziehen.

Weitere Informationen unter: www.thurplus.ch