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Frauenfeld: Märchenhafte Riesenschuhe stehen seit Dienstag auf dem Kiesplatz beim Schlosspark

Die Bronzeplastik Sündarella von den Künstlerinnen Susan Kopp und Brigitte Schneider steht in Frauenfeld – als Denkanstoss für Prinzen.
Laura Sachers
Die Enthüllung der Bronze-Stöckelschuhe mit Stadtpräsident Anders Stokholm und den Künstlerinnen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Enthüllung der Bronze-Stöckelschuhe mit Stadtpräsident Anders Stokholm und den Künstlerinnen. (Bild: Andrea Stalder)

Ein Aufruf für Gleichstellung der Frauen soll die Bronzeplastik Sündarella sein, sagte der Stettfurter Kulturvermittler Alex Bänninger als Laudator. Am Dienstag enthüllten die Künstlerinnen Susan Kopp und Brigitte Schneider mit Stadtpräsident Anders Stockholm, Regierungsrätin Cornelia Komposch und Marco Licciano, Geschäftsführer vom Coop Schlosspark, die Stöckelschuhe mit Grösse 300.

Von «Bad Ragartz» nach Frauenfeld

Einen schönen Platz hat das Schuhpaar auch gefunden: in Frauenfeld, auf dem Kiesplatz bei der Fussgängerbrücke zum Schlosskino. Vor der Kulisse vom Rathaus und Schloss wirken die riesigen Schuhe geradezu märchenhaft.

Die beiden Bildhauerinnen durften ihr Kunstwerk vergangenen Sommer an der Skulpturenausstellung «Bad Ragartz» präsentieren. Daraufhin suchten Kopp und Schneider gemeinsam mit dem Frauenfelder Kulturbeauftragten Christof Stillhard einem geeigneten Ort für die Schuhe. Marco Licciano war begeistert von der Idee und ermöglichte es, das Kunstwerk beim Schlosspark aufzustellen.

Hohe Absätze sind kein verführerisches Angebot

Die Balkan-Jazz-Formation Sera Roma umrahmte den Anlass am Dienstag musikalisch. In seiner Rede meinte Bänninger:

«Das Tabuthema Sexismus steht heutzutage leider immer noch über dem Feminismus.»

Es sei traurig, dass Männer das Gefühl haben, wenn Frauen hohe Absätze tragen, sei das ein verführerisches Angebot, meinte der Kulturvermittler. Diese Botschaft möchten die Künstlerinnen mit ihren übergrossen High Heels übermitteln.

Die beiden Bildhauerinnen Susan Kopp und Brigitte Schneider bei der Enthüllung ihres Kunstwerkes. (Bild: Andrea Stalder)

Die beiden Bildhauerinnen Susan Kopp und Brigitte Schneider bei der Enthüllung ihres Kunstwerkes. (Bild: Andrea Stalder)

Von Cindarella zu Sündarella

Die Bildhauerinnen traten selbst ans Rednerpult, um sich bei allen Mitwirkenden, Gästen und Kunstbegeisterten zu bedanken. Susan Kopp sagte: «Der Name des Projektes bezieht sich auf Cindarella, wie Aschenputtel auf Englisch heisst, welche eine selbstbewusste Frau war. Wir nannten unser Projekt jedoch ‹Sündarella›, das wirkt etwas frecher und provokativer.»

«Ob Cindarella nun ihre Schuhe verloren hat und der Prinz auf der Suche nach ihr ist, oder die Schuhe ein Zeichen für Gleichstellung sein sollten, ist den Kunstbegeisterten selbst überlassen», sagte Stockholm.

Wie lange die Schuhe auf dem Kiesplatz stehen bleiben, sei noch unklar, meinte Stillhard. Das Kunstwerk steht nun seit Dienstag in der Öffentlichkeit und lädt zum Träumen und Nachdenken ein.

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