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Frauenfeld lässt Fussballfans während der WM auf dem Postkreisel feiern

Der Frauenfelder Stadtrat hat beschlossen, nach Spielen der Fussball-Weltmeisterschaft jeweils mehrere Strassen im Stadtzentrum für den Verkehr zu sperren. Damit die Fans auf dem Postkreisel gefahrlos feiern können.
Rahel Haag
Bereits an der Fussball-Europameisterschaft im Jahr 2016 feierten zahlreiche Fans auf dem Postkreisel in Frauenfeld. Zu sehen sind hier Fans nach dem Finalspiel Portugal gegen Frankreich. Damals war er für den Verkehr aber noch nicht gesperrt. (Bild: Chris Marty 10. Juli 2016)

Bereits an der Fussball-Europameisterschaft im Jahr 2016 feierten zahlreiche Fans auf dem Postkreisel in Frauenfeld. Zu sehen sind hier Fans nach dem Finalspiel Portugal gegen Frankreich. Damals war er für den Verkehr aber noch nicht gesperrt. (Bild: Chris Marty 10. Juli 2016)

Bald ist Anpfiff. Vom 14. Juni bis 15. Juli findet in Russland die Fussball-Weltmeisterschaft statt. Hierfür rüstet sich auch Frauenfeld. Seit 2008 lässt die Stadt jeweils während Europa- und Weltmeisterschaften Fussballfans auf dem Postkreisel feiern. «Das ist immer toll und wird von den Leuten geschätzt», sagt Werner Spiri, Leiter des Amts für Sicherheit der Stadt Frauenfeld.

Dieses Jahr geht der Stadtrat noch einen Schritt weiter: Nach den Spielen werden die Strassen ab dem Holdertorkreisel über den Rathausplatz und die Rheinstrasse bis zum Roseneggkreisel sowie beim Einlenker Schlossmühle- und Zürcherstrasse für den Verkehr während rund einer Stunde gesperrt. «Das Konzept haben wir gemeinsam mit der Kantonspolizei Thurgau ausgearbeitet», sagt Spiri. Das Unfallrisiko ist zu gross Diese Massnahme wird aus Sicherheitsgründen ergriffen. «Aus heutiger Sicht ist es nicht mehr zu verantworten, eine Veranstaltung zu bewilligen, bei der sich Fahrzeuge und Passanten mischen», sagt Spiri.

Das Unfallrisiko sei zu gross

Bisher habe es «zum Glück» nie Zwischenfälle gegeben. Doch auch überall sonst würden die Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Während des Weihnachtsmarkts würden beispielsweise Betonelemente auf den Strassen aufgestellt, um zu verhindern, dass Autos die Absperrung passieren. Einzig der Öffentliche Verkehr, sprich Postautos, Stadtbusse und die Frauenfeld-Wil-Bahn, darf über den Postkreisel verkehren. «Die Zuganschlüsse sollen gewährleistet werden.» Für die Fahrzeuge werde die Kantonspolizei vorübergehend eine Gasse frei halten. Unterstützt wird sie durch Feuerwehrleute. Die Kosten belaufen sich auf rund 10000 Franken. Dabei handelt es sich um die Besoldung der Feuerwehrleute und der Mitarbeiter des Werkhofs, welche Schilder für die Verkehrsumleitung aufstellen müssen.

Bisher wurden zehn Vorrunden-Spiele definiert, bei denen es zu einer Sperrung kommt. «Wir haben uns überlegt, welche Mannschaften viele Fans haben», sagt Spiri. Er nennt Spanien, Portugal und natürlich die Schweiz. Die Mannschaften könne man an einer Hand abzählen. «Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass nicht einmal Deutschland viele Fans anlockt.» Dass gerade Portugal beliebt sei, habe sicher auch mit der Frauenfelder Bevölkerung zu tun. «Es leben viele Menschen mit portugiesischen Wurzeln in Frauenfeld.» Italien hätte dementsprechend auch auf der Liste gestanden. «Aber die Italiener sind in diesem Jahr ja leider nicht dabei.» Vor den Achtelfinalspielen werde dann eine neue Beurteilung gemacht und entschieden, bei welchen Spielen die Strassen gesperrt werden sollen.

Auch Werner Spiri wird man auf dem Postkreisel antreffen. «Ich werde mir anschauen, wie die Sache läuft.» Das sei ihm als Bewilligungsgeber wichtig. Fanen wird aber kaum. Er sei neutral. «Ausser, jemand bringt mir ein Schweizer Leibchen, das würde ich schon anziehen.» Er lacht.

Kein Public Viewing in Frauenfeld

Doch bekannterweise kann sich nicht jeder für Fussball erwärmen. «Deshalb werden die Fanaktivitäten auch maximal eine Stunde lang geduldet», sagt Spiri. Anschliessend würde die Veranstaltung falls nötig durch die Kantonspolizei aufgelöst. «Das hat bisher immer gut funktioniert.» Dem Stadtrat sei es wichtig gewesen, einen öffentlichen Platz für Fanaktivitäten zur Verfügung zu stellen. «Immerhin gibt es in Frauenfeld kein Public Viewing.»

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