Frauenfeld hat wieder ein «Eidgenössisches»

Am Sonntag ging in der Region Frauenfeld der erste Teil des Eidgenössischen Schützenfests für Jugendliche über die Bühne. Die heissen Temperaturen forderten den Teilnehmern alles ab.

Désirée Wenger
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(Bild: Andrea Stalder)
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Frauenfeld TG - Eindrücke aus dem Schützenhaus Schollenholz.
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Sie liegen wie Raubtiere auf der Lauer. Hochkonzentriert werden die Zielscheiben von den jungen Schützinnen und Schützen avisiert. Ob mit Sturmgewehr oder Kleinkaliber, ob 300 oder 25 Meter Abstand. Rauchschwaden steigen auf, Schiesslärm zerreisst die Luft und Schweissperlen glänzen auf jeder Stirn.

Eindruck aus dem Schützenhaus Schollenholz. (Bild: Andrea Stalder)

Eindruck aus dem Schützenhaus Schollenholz. (Bild: Andrea Stalder)

Auf den acht Anlagen in Gachnang, Thundorf, Schollenholz, Matzingen-Stettfurt, Dettighofen, Müllheim, Weinfelden und Wil haben rund 360 Helfer unter der Leitung des OK-Präsidenten Manfred Koller und des Patronatspräsidenten Hanspeter Kellerhals sowie ihres Komitees bestehend aus 16 Mitgliedern den schiesssportbegeisterten Jugendlichen einen Wettbewerbsraum erschaffen.

Festakt in Tracht und Uniform

Doch nicht nur auf den acht Schiessplätzen, wo rund 4500 junge Schützen aus der ganzen Schweiz von Freitag bis Sonntag ihr Können massen, sondern auch auf dem Festgelände des Ausbildungszentrums Galgenholz kommt man ins Schwitzen. Dem Wetter wird aber getrotzt, zeigt sich doch der Einzug für die Festrede traditionsbewusst in Tracht oder Uniform, wie etwa das «Bundeskontingent 1847 Schaffhausen», das in Vollmontur einmarschiert. «Oh Thurgau, du Heimat» untermalt den Einzug musikalisch.

Viel Lob für OK und die Teilnehmenden Hanspeter Kellerhals lobt in seiner Ansprache die viele Arbeit des OK unter der Leitung von Manfred Koller. Ein Schützenfest für Jugendliche sei nicht nur bezüglich des Sportes von grosser Bedeutung, sondern auch betreffend die Jugendarbeit. Junge Menschen würden nicht nur gefördert, sie würden auch in eine Gesellschaft eingebunden. Daher sei es wichtig, Jugendliche für einen Verein zu begeistern. Kellerhals sprach den Jungen ein grosses Lob aus:

«Ich habe über die drei Tage beobachtet, dass die jungen Schützen erzogen, dankbar und hilfsbereit sind. Ich konnte keine Disziplinprobleme erkennen, was ich sehr schätze.»
Regierungsratspräsident Jakob Stark

Regierungsratspräsident Jakob Stark

Daher hätten es die jungen Menschen verdient, ein eigenes Fest zu haben, und nicht in das Eidgenössische Schützenfest integriert zu werden, da bei diesem Fest für die Jungen eine ganz andere Atmosphäre entstehe. Der Thurgauer Regierungspräsident Jakob Stark überbrachte eine Grussbotschaft. Er freue sich über das Motto «Gemeinsam sind wir stark». Auch er findet, dass solch ein Fest nebst der sportlichen Dimension dazu diene, Erfahrungen auszutauschen und Freundschaften zu schliesse:

«Am Schützenfest soll man immer zweimal treffen; zuerst ins Schwarze und dann auf Kollegen.»
OK-Präsident Manfre Koller.

OK-Präsident Manfre Koller.

Nächstes Wochenende wird der zweite Teil des Schützenfests ausgetragen. Manfred Koller zeigt sich sehr erfreut über den Anlass. «Mein schönster Moment wird aber sein, wenn man nächsten Sonntag sagen kann, dass alle unfallfrei geblieben sind und die Gaben übergeben werden», sagte der Präsident des Organisationskomitees.

Eidgenössisches Schützenfest kommt nach Frauenfeld

Bisher haben sich 1600 Jugendliche für das Eidgenössische Schützenfest für Jugendliche in diesem Sommer in der Region Frauenfeld angemeldet. Laut OK-Präsident Manfred Koller dürften es durchaus noch etwas mehr sein. Auch zusätzliche Helfer seien willkommen.