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Dem EHC Frauenfeld fehlt das Feuer

Zum Playoff-Auftakt im 1.-Liga-Eishockey zwischen Frauenfeld und Herisau wird bei beiden Mannschaften die Männlichkeit auf die Probe gestellt. Mit einem 6:3-Sieg gehen die Appenzeller in der Best-of-5-Serie 1:0 in Führung.
Matthias Hafen
Herisaus Stürmer (weiss) sorgen für viel Verkehr vor Frauenfelds Goalie Daniel Styger. Die Appenzeller zeigten mehr Biss als die Thurgauer. (Bild: Mario Gaccioli)

Herisaus Stürmer (weiss) sorgen für viel Verkehr vor Frauenfelds Goalie Daniel Styger. Die Appenzeller zeigten mehr Biss als die Thurgauer. (Bild: Mario Gaccioli)

Playoff ist, wenn auf dem Spielfeld Eier gefragt sind. Harte Eier, um genau zu sein. Auf dem emotionalen Höhepunkt der Auftaktpartie zwischen dem EHC Frauenfeld und dem SC Herisau war hinter dem Rücken der Schiedsrichter alles zu sehen, was einer fairen Partie unwürdig ist. Da wurde mit Stöcken in den Schritt geschlagen, mit Schaufeln die Männlichkeit der Gegner getestet. Hüben wie drüben. Und auch oberhalb der Gürtellinie wurde gecheckt, gehalten, geschlagen.

Das Einzigartige am Playoff ist, dass selbst in der Viertklassigkeit des Schweizer Eishockey die Emotionen hoch hinaus gehen können. Das äusserte sich im ersten Viertelfinalspiel zwischen Frauenfeld und Herisau mit zunehmender Spieldauer auch auf den Zuschauerrängen, wo die Zwischenrufe immer haltloser wurden. Auch, weil Gastgeber Frauenfeld im Schlussdrittel nach einem Herisauer Doppelschlag in die 3:6-Niederlage schlitterte.

Erster Gegentreffer nach 45 Sekunden

Gespielt wurde trotz aller Emotionen natürlich auch. Und hierbei zeigten die sechstplatzierten Herisauer von Anfang an deutlich mehr Entschlossenheit als der Tabellendritte aus dem Thurgau. In seinem Auftaktspiel der Best-of-5-Serie schaffte es Frauenfeld nie, auch nur einmal in Führung zu gehen. Schon nach 45 Minuten und dem 0:1 durch Herisaus Dario Gartmann lag das Heimteam in Rückstand. Die Gäste aus Appenzell hatten an diesem Abend einfach mehr Feuer. Zwar holte Frauenfeld den zwischenzeitlichen 1:3-Rückstand bis zur zweiten Pause auf. Auch, weil die Spieler von Trainer Emanuel Marbach im Mitteldrittel vermehrt dorthin gingen, wo es weh tut, und so zweimal den Puck unter Herisau-Goalie Marc Klingler ins Netz drückten.

Ein krasser Fehler führte im Schlussdrittel die Entscheidung herbei. Im Angriffsaufbau spielte die HC-Thurgau-Leihgabe Lars Kellenberger den Puck direkt in die Schaufel von Herisaus Marc Pace, der alleine auf Goalie Daniel Styger losziehen konnte und so das 4:3 erzielte. Das Genick brach den Frauenfeldern das 3:5 nur 35 Sekunden später. Wie aus dem Lehrbuch konterten die Herisauer den EHCF aus, wobei Pascal Rotzinger herrlich vollendete. Mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Goalies versuchte Frauenfeld am Schluss nochmals alles, kassierte aber nur noch das 3:6.

Frauenfeld-Trainer Marbach hatte eine Vorahnung

Als hätte es Trainer Marbach geahnt, hatte Frauenfelds Trainer vor dem Spiel vor zu viel Zuversicht gewarnt. Er sprach davon, dass es im Playoff vor allem auf die Einstellung der Mannschaft ankomme. Schon am Donnerstag um 20 Uhr in Herisau haben seine Spieler die Chance, den Fehltritt vom Dienstag zu korrigieren.

Pikes verlieren in Arosa 2:6

Die Pikes Oberthurgau mussten sich zum Playoff-Auftakt dem Qualifikationszweiten Arosa beugen. Die siebtplatzierten Romanshorner blieben auswärts gegen den Qualifikationszweiten chancenlos. Zwar hielt die Mannschaft von Trainer Fritz Lanz zeitweise gut mit, geriet aber im Startdrittel nach einem Doppelausschluss gegen Michael Trüssel und Nico Maier 0:2 in Rückstand. Das 1:2 von Mark Fischer kurz nach der ersten Pause brachte Hoffnung zurück, die aber bald der Realität Platz machen musste. Dimitri Malgin erzielte Sekunden vor der zweiten Pause das zweite Tor der Pikes zum 2:5. (red)

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