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Frauenfeld bietet der Langeweile mit Blues Paroli

Die Sommerloch-Konzerte im Eisenwerk in Frauenfeld erfreuen sich auch nach 17 Jahren noch grosser Beliebtheit. Am Wochenende trat das Andy Egert Blues Duo auf, die Besucher unter den Bäumen sitzend, stehend und liegend, genossen das Konzert in vollen Zügen.
Christoph Heer
Andy Egert und Marc Ray Oxendine spielten anlässlich der Sommerloch-Konzerte im Eisenwerk. (Bild: Christoph Heer)

Andy Egert und Marc Ray Oxendine spielten anlässlich der Sommerloch-Konzerte im Eisenwerk. (Bild: Christoph Heer)

Andy Egert, in der Blues-Szene schweizweit ein Begriff sowie der Inbegriff für korrekten, direkten und gefühlvollen Blues. Seit über drei Jahrzehnten etabliert sich der sympathische Vollblutmusiker auf den Bühnen der Blues-Welt. Als Strassenmusiker angefangen, erstrahlte sein Stern immer heller. 2010 wurde ihm der prestigeträchtige «Swiss Blues Award» verliehen.

Was aber denkt sich ein Star der Szene, wenn er im Eisenwerk ohne Gage auf die Bühne tritt? «Es passt mir grad ziemlich gut in die Agenda, ich habe etwas Zeit und da lasse ich mir solche Auftritte nur selten entgehen», sagte er am Samstagabend kurz vor seinem Auftritt. Andy Egert gastierte vor einigen Jahren schon einmal in der Kantonshauptstadt, schon damals innerhalb der Sommerloch-Konzerte im Eisenwerk. «Ein hervorragendes Ambiente herrscht hier auf dem Gelände des Eisenwerks – es ist immer wieder ein Besuch wert». Das ehrliche Lob eines Profis an die Macher dieser Konzertreihe.

Keine Tristesse dank Fünferteam

Am Samstagabend trat Andy Egert in Begleitung von Marc Ray Oxendine auf. Ein Duo, welches sich schon seit vielen Jahren kennt und sich akustisch hervorragend ergänzt. So kamen die Besucher in einen Hörgenuss, welchen sie in entspannter Stimmung völlig in sich aufgesogen haben. Verantwortlich für die Sommerloch-Konzertreihe, die während dreier Wochen an jeweils drei Abenden stattfindet, sind fünf Freunde, die ein Hobby miteinander teilen: Feinste musikalische Häppchen während der sommerlichen Party-Tristesse anzubieten. Mit viel Herzblut stehen Stefan Rutishauser, Philipp Lerch, Beth Wimmer, Karin Gubler und Thomi Wenger hinter dem Projekt. Als Abteilung «Kultur im Eisenwerk», innerhalb des Kulturvereins, gelang es ihnen auch in diesem Jahr für zahlreiche gelungene Stunden zu sorgen. Mit rund 300 Besuchern war bis jetzt das Konzert mit Lina Button am 2. August ein Höhepunkt. «Lina Button ist natürlich Vielen ein Begriff, man kennt sie halt. Trotzdem, oder gerade auch deswegen, ist für uns die Freude jeweils enorm, wenn auch solch namhafte Künstler Zeit für einen Auftritt bei uns haben», sagte Karin Gubler. Nicht gar so viele Zuhörer zählte man am Samstagabend, trotzdem, die Sitzplätze waren allesamt besetzt und die Stimmung unter den Besuchern ausgezeichnet.

Nicht nur musikalisch, auch kulinarisch ein Genuss

Gemütlich gemacht haben es sich auch Yvette und Roland Zurlinden aus Gerlikon. «Wir haben uns dieses Mal echt schwer getan. Sollen wir trotz dieser Hitze das Blues-Konzert besuchen? Da erinnerten wir uns, dass wir hier schon manch tolles Erlebnis erfahren durften, darum kommen wir immer wieder gern». Genau gleich tönt es bei weiteren Gästen; ein Besuch lohne sich immer. Für die kulinarische Verwöhnung ist jeweils das Restaurantteam vom Eisenwerk zuständig. Insgesamt musizierten Andy Egert und Marc Ray Oxendine zwei Stunden und es brauchte nur wenig Überzeugungsarbeit seitens Egert, bis die Zuhörer tatkräftig mitsangen. Ein Sommerabend der seinesgleichen sucht und bei dem sich das Duo einer möglichst grossen Kollekte verdient gemacht hat. Laut Karin Gubler belaufe sie sich in dem Schnitt auf zwölf Franken pro Besucher.

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