Frauenfeld
Aus Kapazitätsgründen ist Entscheidung erst jetzt gefallen: Die Sanierungsarbeiten beginnen im Januar 2022

Die erste Arbeitsvergabe im Rahmen der Sanierung des Redinghauses ist gemacht. Das gewählte Unternehmen aus Goldach erfüllt als einziges die Anforderungen. Vom Gesamtkredit wird die Hälfte in die 51 Fenster investiert, der Rest in weitere Erhaltungs- und Verbesserungsmassnahmen des ehemaligen Regierungsgebäudes.

Janine Bollhalder
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Bald gibt es neue Fenster für das Redinghaus.

Bald gibt es neue Fenster für das Redinghaus.

Bild: Andrea Stalder (25.02.2019)

Das Redinghaus ist das einzige Objekt der Stadt Frauenfeld in der Altstadt. 2006 hat sie es von Carl Ritzi vererbt bekommen. Nun soll das 250-jährige Haus saniert werden. Dafür hat der Stadtrat einen Gesamtkredit von rund 621'000 Franken bewilligt. Das war im Februar 2019. Erst kürzlich fand die erste Arbeitsvergabe statt. Stephan Winkler vom Amt für Hochbau und Stadtplanung erklärt: «Aus Kapazitätsgründen wurde die Planung erst im Frühling 2021 intensiviert.»

Im Fokus der Sanierungsarbeiten stehen die 51 Fenster, die ausgetauscht werden sollen. Da das Redinghaus denkmalgeschützt ist, hat sich das Amt für Hochbau und Stadtplanung erst mit spezialisierten Fensterbauern auseinandergesetzt. Die zur Auswahl stehenden Unternehmen wurden nach den Kriterien Angebotspreis und Abmessungen sowie Konstruktion der Fensterprofile bewertet. Nur ein Unternehmen konnte die Anforderungen in allen Punkten erfüllen – die Vogel Fensterbauer AG aus Goldach.

Beitrag der Denkmalpflege noch unklar

Fast die Hälfte des Geldes investiert der Stadtrat in die Fenster, rund 300'000 Franken. Dabei leistet die Denkmalpflege nach provisorischen Rechnungen einen Beitrag in der Höhe von 40'000 Franken. Wie viel Geld es genau sein wird und wie hoch der Beitrag des Förderprogramms für Energie ausfällt, ist noch unklar. Gemäss Winkler muss noch bei den Stellen ein Beitragsgesuch eingereicht werden.

Es geht bei den Sanierungsarbeiten aber auch darum, das Haus an der Zürcherstrasse 180 – notabene das ehemalige Regierungsgebäude des Kantons Thurgau – vor künftigen, teuren Schäden zu bewahren, es energetisch zu verbessern und so die Altstadt aufzuwerten. Der Gebäudeenergieausweis attestiert, wie der Botschaft des Stadtrats von 2019 zu entnehmen ist, dem Redinghaus im aktuellen Zustand eine sehr schlechte Bewertung. Das soll sich ändern. Wie es weiter heisst, können mit Sanierungsarbeiten die Heizkosten voraussichtlich um 2600 Franken pro Jahr reduziert werden. In diese Arbeiten fliesst nun der Rest des genehmigten Gesamtkredits. Winkler erklärt, welche Schritte geplant sind:

«Neben dem Fensterersatz wird die Fassade saniert und das Dach wärmegedämmt.»

Die Arbeiten beginnen im Januar des kommenden Jahres und dauern voraussichtlich bis Juni.

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