Frauenfeld

Auf künstlerischer Schatzsuche im Schollenholz: Die Thurgauerin Sonja Lippuner realisiert ein Kunstprojekt

Eine Kommission organisierte ein Wettbewerb für regionale Künstler, die für die Arena auf dem Schulareal des Schollenholz ein Kunstprojekt vorschlagen sollten. Als Siegerin ging die Kunstschaffende Sonja Lippuner mit ihrem Projekt «Schatzkarte» hervor.

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So soll das Kunst-am-Bau-Projekt von Sonja Lippuner auf der Schulanlage Schollenholz dereinst aussehen.

So soll das Kunst-am-Bau-Projekt von Sonja Lippuner auf der Schulanlage Schollenholz dereinst aussehen.

(Bild: PD)

(red) Für einmal ist man mit der Schatzkarte bereits am Ziel. Im Rahmen der laufenden Gesamtsanierung der Frauenfelder Schulanlage Schollenholz wurde ein Projektwettbewerb zur Findung einer künstlerischen Intervention durchgeführt. Dies ist einer Medienmitteilung der Primarschulgemeinde zu entnehmen.

Fünf Kunstschaffende aus der Region wurden zur Teilnahme eingeladen. Nun hat die Jury einstimmig entschieden: Sie schlägt das Projekt «Schatzkarte» von Sonja Lippuner zur Realisierung vor. Damit soll die Arena, der zentrale Platz der Schulanlage, in eine Schatzkarte verwandelt werden.

Die Schulanlage Schollenholz aus den frühen 70er-Jahren gilt als bedeutende architektonische Zeitzeugin der Nachkriegsmoderne in Frauenfeld. Aus Platzgründen und weil Teile der Anlage sanierungsbedürftig sind, entschied sich die Schulgemeinde für eine Gesamtsanierung inklusive der Erstellung eines Neubaus.

Diese Visualisierung zeigt, wie die Schulanlage Schollenholz nach ihrer Sanierung künftig aussehen soll.

Diese Visualisierung zeigt, wie die Schulanlage Schollenholz nach ihrer Sanierung künftig aussehen soll.

(Bild: PD)

Ein Teil dieser Arbeiten betrifft die künstlerische Ausgestaltung der Anlage. Eine Kommission fragte im Einladungsverfahren fünf regionale Kunstschaffende zur Teilnahme an. Die Aufgabe war, für die zentral gelegene Arena ein Kunstprojekt vorzuschlagen. Dieses soll den Nutzern der Schulanlage die Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Kunst ermöglichen.

Die fünf Kunstschaffenden stellten Anfang November ihre Projekte vor. Nach eingehender Diskussion fiel der Entscheid für Lippuners «Schatzkarte». Um die Arena in eine solche zu verwandeln, sollen drei Flächen aus unterschiedlich bearbeitetem Beton entstehen, zwei davon um die beiden Grünflächen. Nach Verlegung des Platzbelags sollen weitere Bearbeitungsschritte an den Oberflächen ausgeführt und Schätze aus Messing versteckt werden.

Andreas Wirth, Schulpräsident von Frauenfeld

Andreas Wirth, Schulpräsident von Frauenfeld

(Bild: Thi My Lien Nguyen)

Die Kunstintervention soll integraler Bestandteil des Ortes werden. Nach Ansicht der Jury hat das ansprechende und kindgerechte Kunstprojekt von Lippuner das Potenzial, von den Schülern genutzt und anerkannt zu werden. Es handle sich um eine lyrische Landkarte, die als eine Gegenwelt zu den rechten Winkeln betrachtet werden kann.

Vom Neubau habe man von den oberen Etagen Sicht auf die Arena, was umso eindrücklicher sei, wenn die Intervention den Platz so ausfüllt, wie dies Lippuner vorgesehen hat. Die Künstlerin wurde 1987 geboren und wuchs in Hugelshofen auf. Nach der Steinbildhauer-Ausbildung absolvierte sie ein Bachelorstudium am Institut Kunst der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) Basel.