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Neue Frauenfelder Gemeinderatspräsidentin: Frauen bleiben an der Macht

Seit Mittwochabend ist Barbara Dätwyler Weber neue höchste Frauenfelderin. Die SP-Frau schaffte die Wahl ehrenvoll. Ihr gleich tat es Severine Hänni von der SVP als Vizepräsidentin des Gemeinderats.
Mathias Frei
Die neue Vizepräsidentin und die neue Präsidentin strahlen: Severine Hänni und Barbara Dätwyler Weber. (Bild: Andrea Stalder)

Die neue Vizepräsidentin und die neue Präsidentin strahlen: Severine Hänni und Barbara Dätwyler Weber. (Bild: Andrea Stalder)

Die Frauen geben das höchste Frauenfelder Amt, das Präsidium des Gemeinderats, nicht mehr aus der Hand. Auf Susanna Dreyer folgt Barbara Dätwyler Weber. Das vollzählige Stadtparlament wählte die SP-Gemeinderätin nach einem Jahr als Vizepräsidentin gestern Abend mit 38 Stimmen (bei zwei Enthaltungen) zur neuen höchsten Frauenfelderin. Sie ist die vierte Gemeinderatspräsidentin in Folge und damit die elfte Frau in diesem Amt. Die gebürtige Burgdorferin, die seit knapp 20 Jahren in Frauenfeld lebt und vor zwei Jahren in den Gemeinderat nachrückte, übernahm kurz nach 18.30 Uhr den Bock. Neu an ihrer Seite sitzt mit Severine Hänni eine junge SVP-Gemeinderätin, die seit drei Jahren im Bürgersaal politisiert. Auch Hänni gelang eine würdige Wahl. 37 Ratskollegen legten ihren Namen ein, drei enthielten sich. Schon die Mutter der neuen Vizepräsidentin, Brigitte Hänni, war im Gemeinderat aktiv, hatte jedoch nie dieses Ehrenamt bekleidet.

Kontinuität, damit Ratsarbeit funktioniert

Vor den zwei Wahlen hielt die abtretende Präsidentin Susanna Dreyer (CVP) Rückschau. Sie sprach von zwölf «interessanten Monaten», in denen etwa der Turnaround in der Causa Wärme Frauenfeld AG geschafft werden konnte oder auch die Gemeindeordnung überarbeitet wurde. Nahezu allen Einladungen habe sie Folge leisten können, sagte Dreyer. Als Wermutstropfen in ihrem Jahr beurteilte sie die vielen Rücktritte aus dem Rat. «Damit Ratsarbeit überhaupt nachhaltig sein kann, braucht es Kontinuität.» Mit Blick auf die Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr rief sie die Wahlkampfleiter der Parteien auf, die Kandidaten für den zeitlichen Aufwand eines solchen Amts zu sensibilisieren. Barbara Dätwyler Weber würdigte ihre Vorgängerin für deren offenkundige Begeisterung am Amt sowie für das Vertrauen und den gegenseitigen Respekt, den Dreyer stets vermittelt habe.

In ihrer Antrittsrede versprach Dätwyler Weber, «mit Berner Charme und Freude» Frauenfeld ein Jahr lang zu repräsentieren. Ihr Präsidium solle junge Frauen mit Familie motivieren, in die Politik zu gehen. «Es muss möglich sein, Familie, Beruf und Politik unter einen Hut zu bringen – und dies mit Enthusiasmus, Mut sowie dem nötigen Respekt vor solchen Ämtern.» Deshalb werde man sie nun auch oft mit ihrem Mann und den beiden Söhnen bei Einladungen antreffen. Mit «Merci viu mau» dankte sie Ehemann Adrian Weber, dass er sie stets be- und gestärkt habe in ihren politischen Absichten. «Uns Frauenfelderinnen stehen noch viele Perspektiven offen», schloss Dätwyler Weber – und wies augenzwinkernd darauf hin, dass es bislang noch keine Frauenfelder Stadtpräsidentin gegeben habe.

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