Grosse Ehre für Thurgauer: Frankreich adelt das Napoleonmuseum

Das Museum auf dem Arenenberg erhält im Pariser Palais du Luxembourg eine Auszeichnung.

Silvan Meile
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Christian Bourdeille, Präsident des Souvenir napoléonien, Christina Egli, Leiterin Forschung und Wissenschaft Napoleonmuseium Arenenberg, Joëlle Garriaud-Maylan, Senatorin für Aussenbeziehungen Frankreichs und Prinz Joachim Murat.

Christian Bourdeille, Präsident des Souvenir napoléonien, Christina Egli, Leiterin Forschung und Wissenschaft Napoleonmuseium Arenenberg, Joëlle Garriaud-Maylan, Senatorin für Aussenbeziehungen Frankreichs und Prinz Joachim Murat. 

Bild: PD

Der Thurgau hat in Paris einen guten Ruf. Grund dafür ist der einzige Ehrenbürger des Kantons: Napoleon III. Seit Montagabend ist diese Beliebtheit sogar amtlich. Im französischen Senat, im Palais du Luxembourg, ist dem Napoleonmuseum Thurgau der erstmals verliehenen «Grand Prix Napoléon» überreicht worden.

Christine Egli, Leiterin Wissenschaft, Forschung und Sammlungen des Museums, durfte im Beisein einer Vertretung der Schweizer Botschaft die Auszeichnung in Empfang nehmen. Museumsdirektor Dominik Gügel freut sich:

«Das bestätigt, dass unser Museum in Paris wahrgenommen wird.»

Eine fachlich breit zusammengesetzte Jury ehrt das Napoleonmuseum Thurgau, dem einstigen Wohnort des späteren Kaisers, für seine «vorbildliche museale und wissenschaftliche Arbeit». Das Museum schaffe es, für die Besucher eine unvergessliche Aura des Arenenbergs herzustellen.

«Sie vermitteln den hohen Wert der napoleonischen Geschichte für die Schweiz und die Region am Bodensee.»

Preisgeber ist die 1937 gegründete Gesellschaft Souvenir Napoléonien, die sich mit der Geschichte Napoleons beschäftigt. Sie hat sich der Erforschung und Bekanntmachung der wichtigsten Institutionen, Orte, Ereignisse und Personen der Geschichte des Ersten und Zweiten Kaiserreichs verschrieben.

Dominik Gügel, Direktor des Napoleonmuseums im Schloss Arenenberg.

Dominik Gügel, Direktor des Napoleonmuseums im Schloss Arenenberg.

Bild: Peer Füglistaller

Die am Montag verliehene Anerkennung ist nicht die erste grosse Ehre für das Thurgauer Napoleonmuseum. Vor knapp einem Jahr hat Christina Egli das «Kreuz der Ehrenlegion», das ranghöchste Ehrenzeichen der Republik, erhalten. Gügel sagt:

«Die Auszeichnungen zeigen, wie sehr Frankreich die Pflege der gemeinsamen Geschichte wertschätzt.»

Schon heute kommt ein beachtlicher Teil seiner Museumsbesucher aus Frankreich. Der am Montag verliehene «Grand Prix Napoléon» dürfte das Renommee in der Grande Nation noch weiter steigern. (sme)

Eine Ritterin auf dem E-Bike

Ihr erster Traumberuf war Lehrerin. Heute ist Christina Egli im Schloss Arenenberg tätig und Mitglied der französischen Ehrenlegion.
Interview: Christian Ruh