Forderung nach mehr Transparenz: CVP Steckborn schiesst gegen den Schützenhaus-Umbau

Der Informationsstand beim kostspieligen Umbau des Steckborner Schützenhauses sei zu gering, monieren die Christdemokraten vom Untersee.

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Das Schützenhaus in Steckborn soll für über 700'000 Franken umgebaut werden.

Das Schützenhaus in Steckborn soll für über 700'000 Franken umgebaut werden.

Bild: Reto Martin

(red) Der Stadtrat Steckborn habe für die Budgetgemeinde von nächstem Donnerstag ein brisantes Thema traktandiert, nämlich den Umbau des Schützenhauses. Das schreibt die CVP Steckborn.

«Besonders bei diesem Traktandum ist der gegenwärtige Informationsstand der Stimmberechtigten viel zu gering.»

Im Zusammenhang mit den beantragten Krediten für das Schützenhaus sei bekannt, dass die Steckborner Stimmberechtigten bereits im Budget 2017 für die Sanierung der bestehenden Schiessanlage 62'000 Franken bewilligt hätten. Nun sei ein Kredit von 695'000 Franken traktandiert und weitere 60'000 Franken für eine Photovoltaik-Anlage. Architekturpläne für die neue Schiessanlage enthalte die Botschaft zur Gemeindeversammlung nicht. Die Stimmberechtigten können sich deshalb kein Bild machen vom Bauvorhaben direkt neben einem Wohnquartier machen.

«Die geplante Anlage ist überdimensioniert»

«Weiter fehlt ein Nutzungskonzept. Was passiert zudem mit dem ausgemusterten 300-Meter Scheibenstand im Wald und dessen Folgekosten?» Fraglich sei ferner, ob die geplante Anlage nicht überdimensioniert ist, heisst es in der Mitteilung der CVP. Bevor Objektkredite von total 755000 Franken bewilligt werden könnten, benötigten die Stimmberechtigten «nach Auffassung des Vorstandes der CVP-Ortspartei» detaillierte Informationen.

«Der Versuch, ein Bauvorhaben von einer solchen Grössenordnung ohne jegliche Transparenz zu realisieren, ist undemokratisch und zurückzuweisen.»
Das Schützenhaus in Steckborn.

Das Schützenhaus in Steckborn.

Bild: Reto Martin

Die Budgetbotschaft 2020 des Stadtrates sei allgemein zu knapp ausgefallen. So werde beim Objektkredit für den «Neubau Gehweg Lindenweg» die Kostenbeteiligung der Wohnbaugenossenschaft Linde weder bezüglich Lindenweg noch Dorfstrasse offengelegt. Es genüge nicht, wenn der Stadtrat seine Anträge erst an der Budgetversammlung ausführlicher begründe.

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