Flug der Frauenfelder Bildschule soll noch höher gehen

Die Bildschule Frauenfeld beflügelt. Gegründet im vergangenen August wächst sie nach einer anfänglichen Durststrecke und kann bereits schwarze Zahlen aufweisen.

Christine Luley
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Katharina Haak und Silvia Peters zeigen das Malwerkzeug eines Projektes für kleinere Kinder. (Bild: Christine Luley)

Katharina Haak und Silvia Peters zeigen das Malwerkzeug eines Projektes für kleinere Kinder. (Bild: Christine Luley)

Die Violinistin Misa Tanner eröffnete mit einem Stück von Bach die erst zweite Generalversammlung des Vereins Bildschule Frauenfeld. Sie startete am 29. August mit einem Semesterkurs in den Atelierräumen im P+R-Gebäudes am Bahnhof.

600 weisse Papiersterne verschafften ihr an der Weihnachtsdeko im Foyer des Regierungsgebäudes einen glanzvollen Auftritt. Jugendmusikschulen sind ein Begriff, Bildschulen noch nicht. Sie ermöglichen Kindern und Jugendlichen mit fachkundiger Unterstützung gestalterisch tätig zu sein.

Vorstand bleibt grösstenteils erhalten

Der Verein ist gut unterwegs. Die Durststrecke vom ersten Jahr ist überwunden. Die Rechnung schliesst bei einem Aufwand von 73'645 mit einem Gewinn von 16'024 Franken. Die Darlehen sind zurückbezahlt, das Budget ausgeglichen. Der Verein strebt in allen Bereichen die Konsolidierung des Erreichten an. Zu den 112 Mitgliedern möchte man gerne weitere dazugewinnen.

Kurse und Workshops

Das neue Programm startet am 13. März. Insgesamt werden heuer fünf Kurse durchgeführt. Für die Beteiligung am Frauenfelder Stadtfest vom 14. bis 16. Juni, mit einer Installation von Flugtieren werden Mithelfer gesucht. Am 28. September präsentiert sich der Verein am Frauenfelder Kulturtag. Für Ende Jahr ist wieder eine Werkschau geplant. (clu) www.bildschule-frauenfeld.ch

Präsidentin Silvia Peters dankte dem scheidenden Vorstandsmitglied Daniel Hausammann für seinen Einsatz. Der übrige Vorstand – Silvia Peters, Lisa Schwarz Parolari, Beat Oetterli, Hansjörg Stettler und Mathias Tanner – wurde wiedergewählt. Neu verstärkt die Kunsthistorikerin Katharina Haak den Vorstand.

Stoff an Schulen oder Institutionen vermitteln

In einem Rückblick wies Mathias Tanner auf Schwerpunkte im vergangen Jahr hin. Dazu zählte ein Projekt mit der Kita Bärenhöhle. 150 Kinder im Alter bis sieben Jahren entdeckten Ausdruckstechniken diverser Künstler.

Eine Gruppe inspirierte sich bei Hans Hartung (1904–1989), einem deutschen Maler, der sich nicht nur mit dem Pinsel, sondern auch mit Reisigbesen ausdrückte. «Das war eine grossartige Sache», sagte Peters. Die Bildschule könnte es sich vorstellen, Schulen oder Institutionen Stoff zu vermitteln.