Fluch und Segen zugleich bei TecNight an der Kanti Frauenfeld

Die zum zweiten Mal durchgeführte TecNight an der Kantonsschule Frauenfeld am Donnerstagabend lockte über 1000 Besucher an. Doch wie ist das Verhältnis der Schüler und Studenten bezüglich der Technik?

Andreas Taverner
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In vielen Schulen ist das gehört das iPad schon zur Grundausrüstung. (Bild: Benjamin Manser)

In vielen Schulen ist das gehört das iPad schon zur Grundausrüstung. (Bild: Benjamin Manser)

«Einerseits vereinfacht die Technik meine Maturaarbeit zur Geophysik, andererseits verkompliziert sie diese auch», sagt die 22-jährige Alexandra Müller aus Hörhausen zur fortschreitenden Digitalisierung an der diesjährigen TecNight an der Kanti Frauenfeld. So sei zum Beispiel die Qualität einer Quelle im Internet nur schwer einschätzbar, meint Müller. Viola Frey (26) aus Aadorf hat ein zwiespältiges Verhältnis zur Technik. Sie meint, dass die Unterlagen, die sie einmal in Papierform und einmal online beispielsweise über Dropbox erhält, schon ein wenig ein Chaos verursachen. «Wenn dann noch mehrere elektronische Kommunikationswege benutzt werden, ist die Technik eher ein Hindernis», findet sie.

Alexandra Müller und Viola Frey. (Bilder: Andreas Taverner)

Alexandra Müller und Viola Frey. (Bilder: Andreas Taverner)

Der 18-jährige Alessandro Bruncke aus Münchwilen kann sich ein Leben ohne moderne Technik nicht vorstellen: «Da ich Astrophysiker werden will, benötige ich modernste Technik.» Der 14-jährige Elias Ammann aus Wittenwil: «Die Technik vereinfacht mir mein Leben – zum Beispiel in der Schule.» Mit dem iPad könne er einfach und schnell recherchieren.

Elias Ammann und Alessandro Bruncke.

Elias Ammann und Alessandro Bruncke.

Für die 18-jährige Corinne Fischer aus Kreuzlingen sind technische Hilfsmittel wie das iPad an der Schule ein Segen. «Man hat alles dabei und vergisst auch nicht ein Heft», sagt sie. Hingegen sei das Handy ein Fluch. «Es ist ein Zeitfresser, speziell beim Lernen», sagt sie. Benita Manser (17) aus Zezikon hat ein gespaltenes Verhältnis zur Technik. «Es ist für mich Fluch und Segen zugleich. Einerseits hindert es mich am Denken, andererseits ist 3D cool, weil es neu ist und zum Spielen einlädt.»

Corinne Fischer und Benita Manser.

Corinne Fischer und Benita Manser.

Der 19-jährige Thierry Eberhard aus Matzingen besuchte einen Vortrag, wie eine Idee auf den Markt gebracht werden kann. «Das Referat war interessant, aber ich lernte zu wenig darüber», bilanziert der angehende Wirtschaftschemiker. Severin Koch (17) aus Aadorf findet nach dem Vortrag über künstliche Intelligenz: «Die Technik wird an der Kanti keine Lehrkraft ersetzen können.»

Thierry Eberhard und Severin Koch.

Thierry Eberhard und Severin Koch.