Flicken für die Sicherheit der Besucher der Ruine Helfenberg in Hüttwilen

Am Montag starten Sanierungsarbeiten an der Ruine Helfenberg bei Uerschhausen im Seebachtal.

Stefan Hilzinger
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Die Reste der einstigen Burg Helfenberg. Bild: PD

Die Reste der einstigen Burg Helfenberg. Bild: PD

Kommenden Montag beginnen bei der Ruine Helfenberg zwischen Hasen- und Hüttwilersee Renovierungsarbeiten. Laut einer Mitteilung des kantonalen Amtes für Archäologie dauern die Flickarbeiten bis September, «damit das beliebte Ausflugsziel auch in Zukunft für Besucherinnen und Besucher offenstehen kann».

Vor gut vierzig Jahren traten die damaligen Besitzer die mittelalterliche Burgruine für einen Franken an den Kanton Thurgau ab. Seither wird sie vom Amt für Archäologie betreut. In mehreren Etappen konnte die Ruine Helfenberg bis im Jahr 2010 Stück für Stück saniert werden, sodass das beliebte Ausflugsziel der Bevölkerung erhalten bleibt.

Da und dort archäologische Sondierungen

Seit der Sanierung 2010 überprüft das Amt für Archäologie regelmässig den Zustand der Burg. «Da wir ohnehin eine Baustelle einrichten, nutzen wir die Gelegenheit, möglichst noch etwas mehr über die Geschichte der Ruine zu erfahren», sagt Archäologin Iris Hutter. So würden an gewissen Stellen Sondierungsarbeiten durchgeführt, etwa dort wo ein Baugerüst gestellt werden muss.

Der Zahn der Zeit nagt pausenlos

Durch die Nutzung der Ruine und die natürliche Witterung muss die Ruine an einigen Stellen, insbesondere im Bereich der Mauerkronen, regelmässig repariert werden. «Damit Besucherinnen und Besucher die Ruine auch weiterhin gefahrlos besichtigen können», heisst in der Mitteilung des Amtes.

Die Arbeiten werden sich auf den Nordteil der Burg konzentrieren und in Begleitung des Amtes für Archäologie durchgeführt. Die Gemeinde Hüttwilen und der kantonale Natur- und Heimatschutzfonds steuern die finanziellen Mittel bei.

Laut der Mitteilung ist der Grossteil der Anlage auch während der Arbeiten zugänglich und nur ein Teil der Anlage muss gesperrt werden. Die Besucherinnen und Besucher werden gebeten, die Abschrankungen zu beachten. «Das Betreten der Baustelle ist aus Sicherheitsgründen verboten», heisst es weiter.

Erbauer unbekannt

Wer die Burg Helfenberg erbaut hat, ist nicht bekannt. Laut Wikipedia haben Grabungen des Thurgauer Amtes für Archäologie Funde an den Tag befördert, die auf die Zeit um 1200 datiert werden konnten. Die Herrschaft Helfenberg war im Besitz der Ritter von Schwandegg, die um 1400 von einem Hans von Münchwil abgelöst wurden. Die Chroniken berichten von einem «Burgstall» in Helfenberg.

Die Burg war offenbar nicht mehr oder nur noch beschränkt bewohnbar. Nachdem die Anlage im Besitz derer von Landenberg war, wurde sie schliesslich um 1622 Eigentum der Gemeinde Uerschhausen (heute zu Hüttwilen). Nach einiger Zeit im Privatbesitz ging die Ruine für einen Franken an den Kanton.