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Flanieren und geniessen war das Motto am Isliker Herbstmarkt

Einmal mehr vermochte der Härbscht-Märt in Islikon grosses Publikum anzulocken. Das Kaufinteresse jedoch hielt sich in Grenzen.
Hugo Berger
Der Isliker Härbscht-Märt lädt zum Flanieren ein. (Bild: Andrea Stalder)

Der Isliker Härbscht-Märt lädt zum Flanieren ein. (Bild: Andrea Stalder)

Der Isliker Herbstmarkt gehört zu den grossen Märkten. Rund 10000 Besucher flanierten am Samstag und Sonntag zwischen den 200 Marktständen. Für die Marktstandbetreiber hiess es einmal mehr: Wer etwas verkaufen will, muss auf sich aufmerksam machen, was bei der grossen Anzahl gar nicht so einfach ist.

Am Leichtesten haben es dabei die «Fressbuden». Der Geruch von Grilliertem, Gebackenem und Gekochtem lockte die Besucher an.

Am Eingang zum Markt wirbt eine Kinderstimme: «Kaffee – feiner Kuchen!» Joel, so heisst der Marktschreier, freut sich über jeden Kunden, und als Geschenk gibt es einen Kugelschreiber. Weiter geht’s, vorbei an Kunsthandwerk, Kinderkleider, Konfitüre und Keramik. An einem Stand mit Plüschtieren würden die meisten Besucher wohl achtlos vorbeigehen, wäre da nicht der kleine Hund, der batteriebetrieben mit den Beinen strampelt und kräftig bellt. Ein kleines Mädchen bittet seine Mutter: «Schau, das herzige Hündlein, das möchte ich haben.»

«Man schlendert die Strasse hoch, trifft Leute, die man kennt, und wenn einem etwas ins Auge sticht, kauft man es.»

Armin Krattiger
Marktbesucher aus Frauenfeld

Das Kaufinteresse der Besucher hält sich am frühen Samstagnachmittag allerdings in Grenzen. Viele Standbetreiber vertreiben sich die Zeit mit Lesen oder am Handy. Ruhig ist es auch am Stand von Patricia Hungerbühler, die zum ersten Mal am Isliker Herbstmarkt teilnimmt. Besser verkauften sich ihre Engel aus Schwemmholz und Blech am Weihnachtsmarkt, sagt die Künstlerin. «An Weihnachten suchen die Besucher gezielt nach einem Geschenk, während am Herbstmarkt mehr die regionalen Produkte und das Gesellige im Vordergrund stehen.» Ins gleiche Horn stösst auch Besucher Armin Krattiger aus Frauenfeld. Man komme nicht in erster Linie an den Markt, um etwas zu kaufen. «Man schlendert die Strasse hoch, trifft Leute, die man kennt, und wenn einem etwas ins Auge sticht, kauft man es.»

Bild: Andrea StalderBild: Andrea Stalder
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Isliker Härbschtmärt

Erika Scheurer stört es nicht, dass bisher nur wenige Kunden Interesse für ihre Accessoires zeigen. «Die Sonne scheint, und ich habe jede Menge Zeit», lacht sie. Auf einem Teller, den sie im Angebot hat, steht: «Man verliert die meiste Zeit damit, dass man Zeit gewinnen will.»

Stricken als Verkaufsförderung

Monika Goldinger aus Gachnang, die Wolle und Garne verkauft, strickt einen Schal. «Das ist erstens die beste Art, die Besucher zum Stricken zu animieren, und zweitens macht das Arbeiten mit Wolle und Nadel wirklich Spass», verrät sie schmunzelnd. Sie ist zum 15. Mal am Isliker Herbstmarkt und meint rückblickend: «Das Interesse der Besucher an meinem Produkt ist in den Jahren leicht zurückgegangen.»

Keine Absatzschwierigkeiten hat Peter Hutter. In seinem Angebot findet sich das, was auf keinem Markt fehlen darf: Magenbrot, Confiserie, Zuckerwatte, Ballons und Soft-Ice. Kaum ins Auge sticht der Stand der Familie Huber aus Buch bei Frauenfeld. Sie haben Kissen und Duvets im Angebot. Was dabei erstaunt: Auf der Visitenkarte steht unter anderem «Ackerbau». Wie kommt ein Landwirt dazu, Bettzeug zu verkaufen? Die Erklärung: Als Hubers die Schweinezucht aufgaben, stand ihr Stall leer. Auf eine Anfrage hin wurde dieser zu einem Lager von Kissen und Duvets umfunktioniert. «Heute lagern wir dort rund 1000 Kissen und verkaufen diese auch auf unserem Hof», erzählt Rolf Huber.

Wer des Laufens müde ist, kann das «Märt-Bähnli» besteigen oder sich in eines der zahlreichen Beizli setzen. Nicht müde sind die Damen von «well come Fit AG». Elf Minuten dauern die Aerobics auf den Trampolins im Takte der Musik. «Wir haben nur zwei, drei Mal geübt, aber wie besuchen regelmässig das Fitnesscenter», sagt Selina Büsser. OK-Präsident Stephan Heesen sagt, er freue sich über die gute Stimmung, die jeweils am Markt herrsche. «Der Markt ist ein Gemeinschaftsprojekt von Ausstellern, Anwohner, Behörden und dem OK-Team», hält er fest.

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