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Fitnesstest: Thurgauer Jugendliche geraten bei der Rekrutierung ins Hintertreffen

Die Thurgauer sind beim Fitnesstest der militärischen Rekrutierung im nationalen Vergleich erneut etwas zurückgefallen. Nach wie vor hoch ist aber die Quote der Thurgauer, die den Test vollständig absolvieren.
Sebastian Keller
An der Rekrutierung wird die Rumpfkraft der künftigen Rekrutinnen und Rekruten getestet. Dieser Test ist einer von fünf Disziplinen. (Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

An der Rekrutierung wird die Rumpfkraft der künftigen Rekrutinnen und Rekruten getestet. Dieser Test ist einer von fünf Disziplinen. (Bild: KEYSTONE/Gaetan Bally)

Vergleichen ist ein föderaler Sport: Welcher Kanton wächst am schnellsten? Wer ist der steuergünstigste? Die körperliche Leistungsfähigkeit der jungen Eidgenossen lässt sich ebenfalls vergleichen, anhand des Fitnesstests der Armee bei der Rekrutierung. Jahr für Jahr wird die Fitness von Zehntausenden stellungspflichtigen Schweizern unter die Lupe genommen. Getestet wird in den sieben Rekrutierungszentren des Landes etwa, wie weit jemand aus dem Stand springen kann oder wie es um seine Ausdauer steht. 125 Punkte lassen sich maximal in den fünf Disziplinen holen. Die Anzahl Punkte entscheidet auch darüber, ob jemand in der Armee Grenadier oder Buchhalter wird.

Der Thurgau war auch schon weiter vorne

Nun hat das Bundesamt für Sport (Baspo) die Resultate des Jahres 2017 ausgewertet und auf seine Website hochgeladen. Daraus lässt sich eine Rangliste der Kantone erstellen. Der Thurgau erreichte den 17. Platz mit durchschnittlich 69,9 Punkten. Damit repräsentieren die in der Regel 19-jährigen Thurgauer fast den Schweizer Schnitt von 70 Punkten. 2016 erreichten die Thurgauer weniger Punkte (69,4), lagen aber auf dem 15. Rang. Der Thurgau war auch schon weiter vorne – 2014 und 2015 holten die jungen Thurgauer die Silbermedaille; 2012 sogar Gold.

Die Goldmedaille 2017 muss in zwei Hälften geteilt werden: Freiburg und Appenzell Innerrhoden holen im Schnitt 72,3 Punkte. Die rote Laterne geht an Basel-Stadt. Damit führen die Jugendlichen vom Rheinknie eine etwas unrühmliche Tradition fort: Bereits 2015 und 2016 belegten sie jeweils den letzten Rang. Aus der Auswertung lässt sich noch eine weitere Rangliste erstellen. Und zwar, wie viel Prozent der Stellungspflichtigen eines Kantons den Fitnesstest vollständig absolviert habe. In dieser Auswertung erreicht der Thurgau den sechsten Rang: 88 Prozent der Stellungspflichtigen aus diesem Kanton absolvierten alle Disziplinen. Aus dem Wallis absolvierten nur 76 Prozent den Test vollständig; aus Obwalden mit 94 Prozent die meisten. Der Schweizer Schnitt lag bei 83 Prozent. Die Vergleichbarkeit hat aber Grenzen. Das Baspo hält fest: Die Anzahl Stellungspflichtiger variiere stark, was bei der Interpretation zu berücksichtigen sei. Aus dem Thurgau liegen Resultate von 1251 Stellungspflichtigen vor; aus Appenzell Innerrhoden deren 85 und aus Zürich 4829.

Mehr Frauen nehmen an der Rekrutierung teil

2017 bot die Armee 36538 Stellungspflichtige zur Rekrutierung auf. Gestiegen ist die Zahl der Frauen: von 258 auf 341. Die jungen Erwachsenen werden auch nach ihrem Sport- und Bewegungsverhalten gefragt. Das Resultat: 73,2 Prozent (Vorjahr: 73,8 Prozent) erfüllen nach eigenen Angaben die Empfehlung des Bundes. Diese lautet: pro Woche mindestens 150 Minuten schnelles Gehen, Velofahren oder Gärtnern. Zweimal wöchentlich Fussballspielen gilt auch.

Thurgauer schrumpfen

(seb.) Die jungen Erwachsenen werden bei der Rekrutierung auch vermessen. Damit wird die körperliche Entwicklung der jungen Schweizer dokumentiert und lässt sich über die Jahre vergleichen. Der durchschnittliche Thurgauer Stellungspflichtige hat an Gewicht verloren. Nahm er seit 2013 Jahr für Jahr zu, bis er 2016 74,5 Kilogramm auf die Waage brachte, wog er 2017 nur noch 73,7 Kilogramm. Damit ist er etwas leichter als der Durchschnittsschweizer, der im vergangenen Jahr 74,2 Kilogramm wog. Die schwersten Stellungspflichtigen kommen mit 77,6 Kilogramm aus Basel-Stadt. Am anderen Ende der Tabelle rangieren die jungen Erwachsenen aus Appenzell Ausserrhoden mit 71,7 Kilogramm.

Auch die Grösse wird gemessen. Dabei zeigt sich, dass der Durchschnittsschweizer 178,4 Zentimeter gross ist, der Thurgauer mit 178,1 etwas kleiner. Damit ist er gegenüber 2016 leicht geschrumpft. Damals war er 178,3 Zentimeter gross. Die grössten Jugendlichen kommen 2017 mit 179,4 Zentimeter aus dem Kanton Schwyz, die kleinsten aus Jura mit 177,2 Zentimeter.

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