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Fischingen: Güterzusammenlegung Schurten dürfte erst nach 2020 abgeschlossen sein

Nach 20 Jahren befindet sich das Projekt Güterzusammenlegung Schurten auf der Zielgeraden. Wegen massivem Mehraufwand im Bereich Strassenbau kommt es aber zu einer Verzögerung.
Urs Nobel
Walter Kradolfer von der ökologischen Begleitplanung zeigt vor Ort die Veränderungen durch die Bachöffnungen auf. (Bilder: Urs Nobel)

Walter Kradolfer von der ökologischen Begleitplanung zeigt vor Ort die Veränderungen durch die Bachöffnungen auf. (Bilder: Urs Nobel)

Vorderhand entwickelte sich alles planmässig. Das Projektende für die Güterzusammenlegung (GZ) Schurten 2020 war absehbar. Nun könnte es doch etwas später werden, was angesichts der bisherigen Dauer allerdings nicht ins Gewicht fallen dürfte.

1999 prüfte der Fischinger Gemeinderat eine GZ Schurten. Die Verhältnisse des Gebiets mit vielen Einzelhöfen hatten sich in der Vergangenheit durch aufgegebene Landwirtschaftsbetriebe sowie Zupacht und Zukauf von Kulturland massiv verändert. Zudem hatte seinerzeit auf der Fläche von 750 Hektaren nie eine Grundbuch-Vermessung stattgefunden.

500 Hektaren Kulturland vermessen

Nach Genehmigung des Projekts durch den Regierungsrat wurde 2008 der Startschuss zur Güterzusammenlegung lanciert. 2011 endete die Planungsphase, es konnte mit den ersten Strassenbauten begonnen werden.

Seither hat sich einiges getan. 500 Hektaren Kulturland wurden vermessen und strukturell bereinigt. Einsprachen konnten allesamt abgewendet werden. 2016 wurden die Schätzungen des Waldes in Angriff genommen und auf den heutigen Zeitpunkt abgeschlossen. Weil es nun aber im Strassenbau zu massiven Mehrarbeiten kommt, könnte sich der Projekt-Abschluss verzögern.

Vier Referenten an vier «Hot Points»

Aus diesem Grund luden die Verantwortlichen unter der Führung von GZ-Präsident Roland Werner zu einer öffentlichen Orientierung ein. Rund 60 Interessierte nahmen teil. Ueli Heeb vom Landwirtschaftsamt des Kantons Thurgau gab allgemeine Informationen zur Zusammenlegung weiter.

Walter Kradolfer von der ökologischen Begleitplanung zeigte vor Ort den Unterschied im Bereich der Bachöffnungen auf. Walter Traber vom kantonalen Landwirtschaftsamt erklärte die aktuelle Situation des Strassenbaus und zeigte dabei bildlich den angetroffenen Mehraufwand in diesem kostenintensiven Bereich auf. Rolf Niederer vom Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau erklärte an einem weiteren sogenannten «Hot Point» die getätigten Massnahmen im ökologischen Bereich.

Roland Werner, Präsident der Güterzusammenlegungskorporation Schurten, begrüsste und zeigte sich erfreut über das grosse Interesse.

Roland Werner, Präsident der Güterzusammenlegungskorporation Schurten, begrüsste und zeigte sich erfreut über das grosse Interesse.

GZ-Präsident Roland Werner sprach von einem grossen Werk, bei dem viele Änderungen notwendig gewesen seien. Er lobte aber die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten, auch mit den verschiedenen Umweltverbänden. Er freue sich zudem, dass im Grundbuch der Gemeinde bald klare Verhältnisse herrschen.

Bezüglich des Strassenbaus in den Wäldern informierte Werner, dass verhältnismässig grosse Schneisen nötig gewesen seien. Der aktuelle Eindruck sei allerdings so, als wäre alles schon immer so gewesen. «Auch wenn wir nicht immer alle Wünsche erfüllen konnten», sagte Werner.

«Aber die Wald-Bewirtschaftung dürfte nun um einiges einfacher werden.»

Zu den Themen Kieswerk und Bachöffnung, die vor Ort besehen wurden, forderte er die Anwesenden auf, genau hinzusehen. «Es lohnt sich.» Obwohl die meisten Besucher über den Stand der Dinge Bescheid wussten, interessierten die «allgemeinen Informationen» zum Projekt, dargelegt von Ueli Heeb, am meisten.

Bund und Kanton übernehmen am meisten

Heeb blickte nochmals zurück, dann nach vorn und legte Zahlen offen. Von den rund 18 Millionen Franken, welche verteilt auf öffentliche und landwirtschaftliche Anliegen ausmachen, subventionieren Bund und Kantone je etwa 44 Prozent.

«Die Kosten für öffentliche Interessen sind bei der GZ Schurten höher als diejenigen für landwirtschaftliche Massnahmen.»

Auf die Gemeinde und die Eigentümer entfallen somit noch im Bereich «Feld» fünf, respektive sieben Prozent. Bei der Subventionierung «Wald» weitere fünf auf die Gemeinde und 25 Prozent auf die Eigentümer.

«Bei den Kosten des Eigentümeranteils Wald oder bei Strassenverlegungen wird darauf geachtet, dass nur Eigentümer, die auch profitieren können oder konnten, belastet werden», erklärte Heeb. Genaue Zahlen könnten erst nach einer definitiven Schlussabrechnung bekanntgegeben werden. Und auf diesen Zeitpunkt muss noch etwas gewartet werden.

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